Dresden/Görlitz/Leipzig - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Sonntagabend vor Glatteis in Ostsachsen gewarnt. Ein paar Mal krachte es in der Nacht wegen der widrigen Straßenverhältnisse im Freistaat, doch der Super-GAU - auch mit Blick auf den Berufsverkehr am Montag - blieb aus. Am Morgen wurde die Warnung aufgehoben.
Für den Landkreis Görlitz sowie für weite Teile des Landkreises Bautzen galt ab 18 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis wegen überfrierender Nässe und gefrierenden Regens. Die höchste Warnstufe wurde am Montagmorgen aber um 4 Uhr aufgehoben.
Besonders betroffen waren laut DWD auch Dresden und die Kreise Leipzig, Meißen, Mittelsachsen und Nordsachsen.
Von Grimma über Riesa, Freiberg und Dresden bis nach Bautzen und Zittau besteht auch am Montag indes noch Warnstufe 2 - eine amtliche Warnung vor markanter Glätte durch gefrierende Nässe.
Diese gilt zunächst von 6 bis 9 Uhr. Der Wetterdienst empfiehlt: Verhalten im Straßenverkehr anpassen, Verzögerungen und Behinderungen einplanen!
Schon in der Nacht war es aber zu mehreren Glätte-Unfällen in Sachsen gekommen. Alleine in und um Leipzig krachte es seit 4 Uhr bereits mindestens elfmal, wie die Beamten gegenüber TAG24 erklärten.
Glätteunfälle in West- und Ostsachen, Dresden kommt glimpflich davon
Besonders heftig hatte es am Sonntagabend gegen 22.40 Uhr ein Fiat-Transporter auf der A14, Höhe Grimma, erwischt. Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit kam der Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam auf dem Dach zum Stehen.
Ähnlich viel war in Ostsachen los: Wie die Polizeidirektion Görlitz am Morgen gegenüber TAG24 erklärte, gab es in der zurückliegenden Nacht mindestens elf Unfälle im Zusammenhang mit Glätte.
Glimpflicher kam da die Landeshauptstadt davon: Im Dresdner Gebiet gab es laut der Beamten "extrem wenig" Unfälle - seit 0 Uhr sieben insgesamt, von denen keiner Glätte-bedingt gewesen sein soll.
Erstmeldung: 25. Januar, 17.27 Uhr.