Chemnitz - Die aktuelle Verkehrsstatistik der Polizeidirektion Chemnitz hat es in sich: Zwar krachte es etwas seltener als noch im Vorjahr - doch die Folgen waren dramatischer. 34 Menschen verloren 2025 im Direktionsbereich ihr Leben. Das sind zehn mehr als im Vorjahr.
Insgesamt registrierte die Polizei 21.908 Verkehrsunfälle - 404 weniger als 2025. "Nach einem stetigen Anstieg der Unfallzahlen bis 2023 ist nun, wie auch schon im Jahr 2024, ein Rückgang zu verzeichnen", so die Polizei.
Hauptursache bleibt jedoch nicht angepasste Geschwindigkeit. Mehr als die Hälfte aller Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden, geht auf Raserei zurück.
Verkehrspolizei-Chef Sven Krahnert: "Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich bewusst sein, dass überhöhte Geschwindigkeit gravierende Folgen für sich selbst und andere haben kann."
Auch Alkohol am Steuer bleibt ein großes Problem. 313 Unfälle wurden unter Alkoholeinfluss verursacht - 17 mehr als 2024. Dabei wurden 148 Menschen verletzt, drei starben. Hinzu kommen 77 weitere Unfälle, bei denen der Verdacht auf Drogenkonsum bestand (2024: 72 Unfälle).
Die Polizei reagierte mit verstärkten Kontrollen. Mehr als 2300 Geschwindigkeitskontrollen wurden durchgeführt, über 34.000 Tempoverstöße festgestellt. Zusätzlich gingen 1088 alkoholisierte Fahrer den Beamten ins Netz, noch bevor es zu einem Unfall kam.