Tödlicher Unfall in Lauta: Gastwirt stirbt direkt vor seinem Restaurant

Hoyerswerda - Ein Dorffest in Lauta endet in einer Familien-Tragödie: Gegen 3.40 Uhr krachte ein Opel in der Nacht zu Sonntag in ein Haus an der Senftenberger Straße. Für Alexios Zavitsanos (49) kam jede Hilfe zu spät.

Der Opel krachte mit voller Wucht gegen die Hausfassade.  © xcitepress/Vivian Opitz

Konstantinos (63), der ältere Bruder des Verstorbenen, sitzt an einem der Tische in seinem Restaurant "Palladion" und ringt um Worte. "Wir waren nur ein Bier trinken, jetzt ist er tot", sagt der Grieche leise. Mehr als 25 Jahre lang haben die Geschwister Seite an Seite in dem Restaurant gearbeitet.

Gegen 3.15 Uhr kehrten die zwei nach dem Dorffest im zwei Kilometer entfernten Lauta-Dorf nach Hause zurück. "Er hatte sein Handy verloren, wollte noch mal suchen fahren, ich bin ins Bett gegangen."

Keine halbe Stunde später wurde Konstantinos vom Rettungshubschrauber geweckt. Als er aus dem Fenster blickte und das Auto seines Bruders fehlte, hatte er bereits eine "sehr schlimme Ahnung".

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Nach ersten Erkenntnissen verlor Alexios in der lang gezogenen Linkskurve die Kontrolle über seinen Opel und prallte gegen ein Haus, keine zehn Meter von seinem Restaurant entfernt. Sein Beifahrer (50), ein Angestellter, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zum Hergang laufen.

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Alexios Zavitsanos (†49) hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.  © privat
Konstantinos (63) ist der Bruder des verstorbenen Gastwirts. Er betreibt mit seiner Frau Maryja Zavitsanos das Restaurant "Palladion".  © Holm Helis
In der Kurve verlor der Opel-Fahrer die Kontrolle und raste ins Eckhaus.  © Holm Helis

Unfallhaus an der Ecke ist unbewohnbar geworden

Das Technische Hilfswerk stabilisierte das einsturzgefährdete Haus an der Senftenberger Straße.  © Holm Helis

Der Verstorbene hinterlässt seine Ehefrau und zwölfjährige Zwillinge. "Wir haben keine Wahl, wir müssen jetzt stark bleiben", sagt Maryja, die Schwägerin des Verstorbenen.

Doch Konstantinos kann nicht einfach weitermachen. "Wir bleiben jetzt geschlossen, wie soll ich arbeiten!" Die sterblichen Überreste von Alexios wollen sie nach Griechenland überführen.

Das Unfallhaus an der Ecke ist unbewohnbar geworden. Das Technische Hilfswerk sicherte am Sonntag die rissige Fassade ab.

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Das Ehepaar, welches dort mehr als 40 Jahre lebt, sei bei seinen Kindern untergekommen, berichtet Raphael Düffort (37), Einsatzleiter der Feuerwehr Lauta. "Wegen Einsturzgefährdung wird die Straße halbseitig gesperrt."

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