Zwischenfall vor Lokwerkstatt in Sachsen: THW-Kräfte aus Dresden im Einsatz
Pirna - Abruptes Ende einer Fahrt im Güterverkehr! In der Nacht von Montag auf Dienstag sollte eine Lok des Logistikdienstleisters "Captrain" zu ihrer nächsten Tour ausrücken. Doch ein Zwischenfall ließ den Plan scheitern.
So hatte die Baureihe 285 mit ihren 84 Tonnen Gewicht vor der Wartungs-Werkstatt in Pirna beim Wechsel von der Neben- auf die Hauptstrecke eine Gleissperre überfahren, wie Ralf Mancke (52), Sprecher des THW Ortsverbands Dresden, gegenüber TAG24 erklärte. "Die rechte Seite der vorderen Achse war deshalb entgleist."
Folglich sei das THW mit seinem Hilfszug aus Dresden angefordert worden. Zum sicheren Erreichen der Anhebepunkte hätten die Kräfte aufgrund des Fahrzeugtyps zunächst einige Vorarbeiten – so etwa das Entfernen von Dämpfer und Sandstreuer – erledigen müssen.
"Die eigentliche Aufgleisung mit einem Hydraulikheber war innerhalb von anderthalb Stunden abgeschlossen", berichtet Mancke.
Deutlich mehr Zeit habe die Rückfahrt in Anspruch genommen, weil sie unter dem normalen Fahrplan und daher mit entsprechenden Wartezeiten erfolgt sei.
THW-Einsatzbericht auf Facebook
Ermittlungen zum Unfall: Captrain lässt Fahrtverlaufsdaten auswerten und Zeugen befragen
"Nach der Rückverlegung und dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft endete der Einsatz am Dienstag um 11.30 Uhr", so Ralf Mancke vom THW weiter.
Ihm zufolge entstanden keine größeren Schäden an der Lok. "Sie rollte eigenständig in die Werkstatt, wo die entfernten Teile wieder anmontiert wurden."
Auf TAG24-Anfrage erklärt ein Captrain-Sprecher zu dem Betriebsunfall: "Die internen Ermittlungen dauern an. Derzeit werden die Fahrtverlaufsdaten ausgewertet und Gespräche mit Zeugen geführt. Daher können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreteren Aussagen zur Ursache treffen."
Erstmeldung vom 16. Juli, 10.14 Uhr. Letzte Aktualisierung am 16. Juli, 11.16 Uhr.
Titelfoto: THW Dresden

