Drei Heimkehrer machen im Westen Werbung fürs Vogtland

Klingenthal - Überall herrscht Fachkräftemangel. Warum sollten Arbeitssuchende ausgerechnet ins Vogtland ziehen? Im Rahmen einer Fachkräftekampagne machen drei Menschen nun Werbung für die Region: ein musikalischer Zahnarzt, ein Unternehmer und eine Frau, die für den Weltraum trainiert.

Jan-Philipp Kunze (32) hat seine Zahnarztpraxis im vogtländischen Auerbach.  © Kristin Schmidt

Noch bis zum Montag zieren Werbeflächen in Nürnberg die Gesichter von Anika Mehlis (44), Ronny Jäkel (46) und Jan-Philipp Kunze (32). Sie haben unterschiedlichste Berufe: Anika ist Analog-Astronautin, Ronny Co-Chef eines Unternehmens für Schadensanierung und Jan-Philipp Zahnarzt.

Was das Trio eint: Nach einigen Jahren in der Fremde kamen sie wieder ins Vogtland.

"Liebe, Familie, Verbundenheit von früher, Bekanntschaften" - das sind laut Jan-Philipp Kunze die Motive, die ihn bewogen, wieder ins Vogtland zu ziehen. Er studierte in Dresden Zahnmedizin. Doch danach ging es wieder zurück in die Heimat.

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Wenn er nicht anderen Leuten in den Mund schaut, ist er übrigens nebenbei Bassist in einer Band ("Man braucht überall Fingerfertigkeit"). Bei der Fachkräftekampagne machte er mit, "weil auch in seiner Branche künftig Leute gesucht werden".

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Die gebürtige Plauenerin Anika Mehlis (44) zog der Liebe wegen wieder ins Vogtland.  © Ralph Kunz
Die Vogtländerin beim Training in der Wüste. Dort sollen Mars-Bedingungen simuliert werden.  © ÖWF/Florian Voggeneder

Ronny Jäkel über das Vogtland: "Wir haben viele interessante Firmen hier"

Sind stolz, ihre Heimat zu präsentieren (v.l.): Jan-Philipp Kunze, Anika Mehlis und Unternehmer Ronny Jäkel (46).  © Kristin Schmidt

So ähnlich sieht es bei Ronny Jäkel aus. Der Co-Chef bei der "svt Schadensanierung" verbrachte über ein Jahrzehnt in Nürnberg und zog der Liebe wegen wieder ins Vogtland.

Was kann er Fachkräften, die auf der Suche sind, raten? Zum einen kann man sich in der Region gut vernetzen. Zum anderen: "Wir haben viele interessante Firmen hier."

Die Plauenerin Anika Mehlis ist ebenfalls in der Welt herumgekommen. Sie arbeitete nach dem Abi in den USA als Au-pair, studierte in Berlin, Zwickau und Bielefeld. Die Autorin und Dozentin hat ein breites Tätigkeitsspektrum und trainierte in Israel und Armenien unter Bedingungen, wie sie auf fremden Planeten herrschen.

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Zurück ins Vogtland zog es sie 2008 wegen der Familie. "Ich bin der lebende Beweis, dass man verschiedene Dinge miteinander kombinieren kann und dass das Vogtland eine gute Basis bietet, vor Ort zu arbeiten. Und in verschiedenen Bereichen, die man miteinander verknüpfen kann."

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