Schlägereien, Raub-Attacken, Messer-Ärger: So will Plauen die Innenstadt sicherer machen
Plauen - Schlägereien, Beleidigungen, Messerattacken und Pöbeleien: Am Postplatz in Plauen kam es immer wieder zu Straftaten. Viele Bürger fühlen sich nicht mehr sicher. Nun reagiert die Stadt - ein Sicherheitspunkt wurde eingerichtet.
Seit Jahren ist dem Stadtrat in Plauen klar, dass sich die Sicherheit in der Stadt deutlich verbessern muss. So wurden mehr Sicherheitskräfte für die City bereitgestellt, zudem gab's ein Alkoholverbot.
Am Postplatz ist die Situation besonders brenzlig: Hier kam es zu heftigen Schlägereien, Messerattacken und Raubüberfällen. Oberbürgermeister Steffen Zenner (56, CDU) weiß, dass sich viele nicht mehr sicher fühlen. "Immer wieder wird durch die Bürgerschaft das Areal rund um den Postplatz als gefühlt unsicher wahrgenommen und beschrieben."
Dazu kommt: Durch die Angst vor Straftaten fehlt es an Besuchern in der City! Um für mehr Sicherheit zu sorgen, stimmte der Stadtrat im September 2025 für einen Bürgerpunkt in der City. Dieser wurde mittlerweile am Postplatz 5 eröffnet.
Aktuell läuft der Probebetrieb - nur ein Ansprechpartner ist vor Ort. Im April soll sich das ändern: Dann sollen auch Beamte der Polizei in den Sicherheitspunkt einziehen.
"Dann beginnt der Regelbetrieb, bei dem tagsüber sowie in den Abendstunden je nach Verfügbarkeit der Kräfte geöffnet sein wird", teilt das Rathaus mit.
Vorbild Chemnitz: Bürgerpunkt in der City verbessert das Sicherheitsgefühl
Jeder, der Fragen zur Sicherheit hat, könne vorbeikommen, heißt es. "Der Bürgerpunkt soll Anlaufpunkt für alle sein, die für ihr Anliegen schnelle polizeiliche Unterstützung, Beratung oder Hilfe benötigen. Auch für allgemeine Fragen in Bezug auf Sicherheit und Ordnung stehen die Kollegen dann zur Verfügung", erklärt Dr. René Schreiter, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung.
Vorbild für den Bürgerpunkt war für die Stadt Plauen wohl auch Chemnitz: An der Zentralhaltestelle fühlten sich Bürger ebenfalls nicht mehr sicher. Die Stadt Chemnitz reagierte, eröffnete im Sommer 2024 einen Sicherheitspunkt in Kooperation mit der Polizei.
Nach einem halben Jahr zog die Polizei Bilanz. Ergebnis: Der Punkt wird angenommen, viele Bürger nutzen ihn und das Sicherheitsgefühl habe sich verbessert.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)
