Plauen - Bereits zum dritten Mal durften die Vogtländer ihren neuen Dialektliebling wählen. Mehr als 1200 Stimmen wurden dazu abgegeben.
Sechs Begriffe standen zur Wahl. Am Ende gewann "Griehgeniffte" (geriebene grüne Klöße) mit 24,6 Prozent der Stimmen. Dicht dahinter folgten "Forzkapsel" (Bett) und "biedln" (verpetzen).
Nach "Aaziehzeich" im Jahr 2024 und "Hietroochbrettl" im vergangenen Jahr steht damit bereits der dritte Gewinner der beliebten Abstimmung fest.
Über 1200 Vogtländer haben an der Wahl teilgenommen und somit dazu beigetragen, die vogtländische Mundart lebendig zu halten.
Im Rahmen des Festwochenendes zu "30 Jahre Vogtlandkreis" und dem 65. Plauener Spitzenfest wurde der Gewinner am Sonntagabend auf der Bühne des Vogtlandradios vom Landrat Thomas Hennig (48, CDU), den Vogtländischen Hoheiten sowie von der als "Landrätin" Resi bekannten Therese Langhof-Thomas verkündet.
"Die Wahl zum Vogtländischen 'Wort des Jahres' hat sich inzwischen zu einer schönen Tradition entwickelt. Jahr für Jahr zeigt sich, wie groß das Interesse an unserer Mundart und ihren besonderen Begriffen ist", sagte Landrat Hennig.
Mit dem Begriff "Griehgeniffte" hat sich ein Wort rund um eine typisch vogtländische Spezialität durchgesetzt. Das überraschte den 48-Jährigen nicht: "Sprache, Traditionen und regionale Küche gehören eng zusammen und machen unsere Heimat unverwechselbar."
"30 Jahre Vogtland"-Jubiläum zieht sich durch das gesamte Jahr
Die Bekanntgabe des Siegerwortes am Sonntagabend gehörte zum Höhepunkt des Festwochenendes zu "30 Jahre Vogtlandkreis". Wobei das Festjahr auch in den kommenden Monaten bei weiteren Veranstaltungen im Vogtland fortgesetzt wird.
So unterstützt der Vogtlandkreis unter anderem die Feierlichkeiten in den ehemaligen Landkreisen Reichenbach, Auerbach, Klingenthal und Oelsnitz.
Ziel sei es, das 30-jährige Bestehen gemeinsam mit den Menschen im gesamten Vogtland zu begehen und die Geschichte des Zusammenwachsens der Region erlebbar zu machen.