Sachsen gibt mehr als 400.000 Euro dazu: Lochbach soll renaturiert werden

Eichigt - Der Lochbach in Eichigt (Vogtlandkreis) soll renaturiert werden. Dafür spendierte die Landesdirektion Sachsen (LDS) nun Fördermittel.

Bei den schweren Unwettern im Frühjahr 2018 trat auch der Lochbach über die Ufer, teile der Dorfstraße wurden weggeschwemmt. (Archivbild)  © dpa/Jens Uhlig

Der Bach fließt in dem 1000-Einwohner Ort, südlich von Oelsnitz/V., entlang der Dorfstraße(K7850).

"Die gesamte Strecke entlang der Eichigter Dorfstraße ist sanierungsbedürftig. Das betrifft auch den Bachlauf, einschließlich seiner Verrohrungen. Eine nachhaltige Erneuerung der Dorfstraße ist daher nur in Verbindung mit der Renaturierung des Lochbachs sinnvoll", so Béla Bélafi (52), Präsident der Landesdirektion und er ergänzt:

"Die Förderung des Projekts verbindet somit das, was zusammengehört: sichere Infrastruktur, wirksamer Hochwasserschutz und mehr Natur im Ort. Davon profitieren Umwelt und Anwohner gleichermaßen."

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Dafür gab es nun vom Freistaat mehr als 400.000 Euro Fördermittel, rund 90 Prozent der Gesamtkosten, die bei 450.200 Euro.

Der Lochbach soll auf einer Länge von rund 900 Metern teilweise von seiner Verrohung befreit werden. Wo möglich ist ein offenes, naturnah gestaltetes Bachbett geplant.

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Renaturierrung soll zwei Jahre dauern.

Der Lochbach soll ein naturnaher Ort werden. Teile der bestehenden Verrohrung werden zurückgebaut. (Symbolbild)  © banepx/123RF

Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten wird der Bachlauf mäandrierend angelegt. Im Mittellauf soll ein ökologisch durchgängiger Abschnitt entstehen, der Fischen und wirbellosen Organismen ermöglicht, ihre Lebensräume uneingeschränkt zu erreichen. In die Planung für die Renaturierung wurden auch angrenzende Biotopflächen mit einbezogen.

Mit der Renaturierung soll die Wasserqualität verbessert und die ökologischen Bedingungen aufgewertet werden. Auch der Hochwasserschutz soll profitieren, ebenso wie die Feuerwehr, denn der Lochbach wird an den Löschteich angebunden.

Einziger Wermutstropfen: "Aufgrund bestehender baulicher Strukturen kann der Bach jedoch nicht überall offengelegt werden. So muss die Verrohrung beispielsweise im Bereich von Grundstückszufahrten bestehen bleiben", so die LDS.

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Während der Arbeiten sollen diese Rohre jedoch erneuert und durch Stahlbetonrohre ersetzt werden.

Der Bau soll noch in diesem Jahr starten und bis 2028 abgeschlossen sein.

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