Winterspaß im Freistaat! Barbara Klepsch über das Reiseland Sachsen
Dresden - Die sächsischen Winterferien haben begonnen. Passend dazu spricht die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch (60, CDU), mit TAG24 über den "Masterplan Tourismus".
TAG24: Frau Klepsch, wie viel Geld gibt der Freistaat jährlich für Kampagnen aus, um Urlauber in sächsische Wintersportorte zu locken?
Barbara Klepsch: In unserem Auftrag wirbt die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) im In- und Ausland intensiv für das Reiseland Sachsen - aktuell mit der Winteraktivkampagne 'Wintersport und Winterevents in Sachsen', aber auch für das Winterwandern als attraktives Reiseerlebnis. Für die touristische Vermarktung des Reiselandes Sachsen stellen wir der TMGS in diesem Jahr rund 5,9 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem werden die sächsischen Reisegebiete dieses Jahr mit etwa 4,7 Millionen Euro unterstützt.
TAG24: Wie viele Gäste wurden in der vergangenen Wintersaison in Sachsens Wintersportorten gezählt - und woher kamen sie?
Klepsch: Zwischen Dezember 2024 und März 2025 wurden rund 179.000 Gästeankünfte aus unseren Wintersportorten gemeldet. Dabei sind kleinere Unterkünfte mit weniger als zehn Betten nicht meldepflichtig. Die Gäste kamen zu 98 Prozent aus Deutschland, erfahrungsgemäß überwiegend aus den umliegenden Bundesländern Berlin/Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zur Herkunft ausländischer Gäste wissen wir, dass dabei unsere Nachbarn aus der Tschechischen Republik mit etwa 18 Prozent am stärksten vertreten sind.
Klepsch: "Mit dem 'Masterplan Tourismus' entscheiden wir uns nicht für oder gegen Wintersport in Sachsen"
TAG24: Der Winter hat sich zurückgemeldet - frostiger und schneereicher als gedacht. Steht jetzt die Strategie im "Masterplan Tourismus", Sachsens Wintersportorte vermehrt auch für schneearme Jahre zu wappnen, auf dem Prüfstand?
Klepsch: Mit dem "Masterplan Tourismus" entscheiden wir uns nicht für oder gegen Wintersport in Sachsen. Vielmehr geht es gerade darum, die Tourismusbranche in Sachsen stark aufzustellen, um den unterschiedlichen Herausforderungen langfristig begegnen zu können. Hierzu zählen eben auch ganzjährig oder saisonübergreifend nutzbare Angebote, denn sie bieten wirtschaftliche Vorteile und sichern Arbeitsplätze.
TAG24: Wie rüstet sich der Freistaat gegen Wintersport-Konkurrenten wie Tschechien am Fichtelberg?
Klepsch: Wir sehen die Nähe zur Tschechischen Republik ebenso wie zu Polen nicht als Konkurrenz, sondern vielmehr als touristischen Vorteil. Gäste beiderseits der Grenze profitieren von einer stärkeren Vielfalt der Angebote. Dies ist gewollt und spiegelt sich in der engen, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der touristischen Akteure.
TAG24: Sie rodeln selbst auch mal gern. Wohin geht es für Sie in den Winterferien?
Klepsch: Ich werde ein paar Tage Skifahren in Österreich und dann mit meiner Enkeltochter in Sachsen die Winterferien genießen, zum Beispiel im Erzgebirge. Dort gibt es tolle Wintersport- und Rodelangebote.
Titelfoto: André Wirsig

