Zu viele dicke Kinder! Experte fordert Unterrichtsfach Ernährung

Dresden - Fast Food, Essen "to go", zuckersüße Softdrinks - ein Dresdner Ernährungsexperte rät zum Gegensteuern. Ernährung soll Unterrichtsfach werden.

Essen - aber richtig! Ein Dresdner Experte empfiehlt jetzt die Einführung des Unterrichtsfachs Ernährung.  © imago/Westend61

Schwere Kost: 3,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Sachsen sind einer Studie der Krankenkasse Barmer zufolge übergewichtig (Stand 2024).

In nackten Zahlen sind das mehr als 18.600 Betroffene. Die Diagnose Fettleibigkeit (Adipositas) ist seit 2013 bei Heranwachsenden um mehr als 25 Prozent angestiegen. Jungen (7,3 Prozent) sind häufiger betroffen als Mädchen (4,7 Prozent).

"Heute gibt es eine Art Supermarkt-Kultur. Ich kann alles und zu jeder Jahreszeit bekommen", schätzt der Dresdner Ernährungsexperte Andreas Rutz ein.

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Das bewirke ein fehlendes Verständnis für Natur, für Saisonalität oder andere natürliche Prozesse, sagt Rutz und empfiehlt einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, etwa durch die Einführung eines Unterrichtsfachs Ernährung.

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Ursache für Übergewicht kann zu hoher Zuckerkonsum sein

Zur Prävention vor zu viel Zucker fordern Schleswig-Holstein, Sachsen und weitere Länder eine Zuckersteuer.  © DPA

In Sachsen, wie in anderen Bundesländern, wird das Wissen darum fächerübergreifend vermittelt, angefangen mit der Kita.

Eine Studie des Bundesernährungsministeriums kam jedoch schon 2019 zu dem Schluss, dass das Angebot an Fortbildungen zum Thema nicht ausreiche. Außerdem seien bis zu 70 Prozent der Lehrbücher voll von fachlichen Mängeln.

Eine Ursache für Übergewicht kann ein zu hoher Zuckerkonsum sein.

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Schleswig-Holstein drängt deshalb auf die Einführung einer Zuckersteuer. Sachsen und sieben weitere Bundesländer unterstützen den Vorstoß.

Der Schlüssel zur Veränderung der Ernährungsgewohnheiten sei das Bewusstsein, sagt Rutz: "Selber Kochen hilft, es bei sich selbst zu entwickeln."

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