Mega-Zirkus in Sachsen aufgebaut: TAG24 schaut hinter die Kulissen

Zwickau - Nach neun Jahren ist Circus Krone zurück in Zwickau. Auf dem Platz der Völkerfreundschaft tritt der nach eigenen Angaben größte Zirkus der Welt noch bis Sonntag mit seinem neuen Programm "Farbenspiel" auf. Hinter den Vorstellungen steckt ein aufwendig organisierter Betrieb mit eigener Technik, Küche und Tierpflege.

Vor jeder Vorstellung läuft Hans-Ludwig Suppmeier die Pferde warm und bereitet sie so auf ihren Auftritt vor.  © Ralph Kunz

Bereits der Aufbau ist eine Herausforderung. Ein 60-köpfiges Team errichtet das bis zu 23 Meter hohe Zelt innerhalb eines Tages. Rund 2000 Menschen finden darin Platz.

"Übermorgen steht das Zelt schon in Apolda", sagt Büroleiter Ferdinando Klemenz (31). Möglich macht das eine zweite, identische Zeltanlage.

Wochenlange Proben sorgen dafür, dass die Show reibungslos läuft. Hinter den Kulissen kümmern sich Schneiderin Judith Dimoiu und ihr Team um die Kostüme. In der Zirkusküche steht Gerhard Denk bereits ab 5.30 Uhr am Herd, um mehr als 100 Menschen zu versorgen.

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Zu den wichtigsten Aufgaben zählt die Versorgung der Tiere. Zwölf Tierlehrer und -Pfleger betreuen unter anderem 23 Raubkatzen, davon 19 Löwen sowie Pferde, Kamele und Hunde.

Die Gehege würden täglich gereinigt und kontrolliert, zudem arbeite man eng mit Tierärzten zusammen.

"Jeder kann uns Fragen stellen. Das Veterinäramt kontrolliert uns in jeder Stadt und zeichnet uns mit 'sehr gut' aus. Unsere Löwen erreichen ein Durchschnittsalter von 20 Jahren und werden damit doppelt so alt wie in freier Wildbahn", sagt Klemenz.

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Die Artisten des Circus Krone trainieren täglich, auch bei warmen Temperaturen. Eine Klimaanlage soll der Hitze trotzen.  © Ralph Kunz
Ferdinando Klemenz in seinem Büro in Wagen 80 aus den 1930/40er-Jahren.  © Ralph Kunz

Tiertrainer über Raubkatzen-Auftritt: "Man ist immer aufgeregt"

Alexis Lacey-Krone (18, F.) tritt erstmals gemeinsam mit seinem Vater und Zirkusdirektor Martin Lacey jr. auf und präsentiert die Raubtierdarbietung.  © Ralph Kunz

Der Alltag auf Tour beginnt früh und endet oft erst spät in der Nacht. Für Tiertrainer Alexis Lacey-Krone (18) gehört dazu auch die Arbeit mit den Raubkatzen. "Man ist immer aufgeregt. Nicht nur wegen der Tiere, sondern weil es ein Auftritt vor Leuten ist", sagt er.

Das Leben auf Tour bevorzuge er gegenüber einem festen Wohnort: "Also lieber auf Tour als immer am gleichen Ort."

Die Haltung von Wildtieren im Zirkus bleibt jedoch umstritten. Tierschutzorganisationen fordern seit Jahren ein Verbot. Die Tierschutzpartei erklärt: "Wir lehnen das Dressieren und Zurschaustellen von Tieren grundsätzlich ab."

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