Jolle kentert bei Segeltour auf See: Ehepaar gerät in Lebensgefahr
Hamburg - Drama im hohen Norden! Bereits am Freitag ist ein Ehepaar auf dem Großen Plöner See in Schleswig-Holstein in Lebensgefahr geraten. Sie hatten großes Glück.
Wie die Polizei erst am Dienstag mitteilte, war es gegen 15.15 Uhr zu dem dramatischen Vorfall gekommen. Ein Mann meldete sich über den Notruf, nachdem er zunächst laute Hilfeschreie gehört und anschließend eine gekenterte Jolle auf dem See entdeckt hatte.
Die alarmierten Rettungskräfte informierten ihrerseits einen am See ansässigen Segelverein, in dem sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Mitglieder aufhielten. Mit zwei Schlauchbooten machten sich diese sofort auf den Weg zur Unglücksstelle.
Den freiwilligen Rettern gelang es, das Ehepaar aus dem 12 Grad kalten Wasser zu ziehen. Der Mann und die Frau wurden an Land gebracht, wo sie behandelt wurden. Der Rettungsdienst stellte eine leichte Unterkühlung fest, ins Krankenhaus mussten die beiden aber nicht.
Laut Aussage des Ehepaars sei das fixierte Segel von einer Windböe erfasst worden, wodurch die Jolle gekippt sei. Die Frau sei direkt ins Wasser gefallen, während der Mann sich zunächst noch mit dem Fuß in einem Seil verfangen habe, ehe auch er ins Wasser gestürzt sei.
Da das Seil an dem rund 50 Kilo schweren Eisenschwert der Jolle befestigt war, habe er den Kopf anschließend nur knapp über Wasser halten können! Schließlich sei es ihm jedoch gelungen, das Seil selbst mit einem Messer durchzuschneiden. Kurz darauf seien die Retter eingetroffen.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa
