40 Grad in Potsdam: Monarchs gewinnen royalen Heat Bowl
Potsdam - Heiß, heißer, Sportpark Luftschiffhafen Potsdam! Das letzte Spiel der Dresden Monarchs vor der Sommerpause bei den Potsdam Royals entwickelte sich zur Hitzeschlacht der Superlative. Mit einem 24:22 (10:6, 7:0, 0:3, 7:13) entschieden die Sachsen den Heat Bowl für sich - und wahren durch den siebten Sieg im siebten Spiel ihre weiße Weste.
Ein paar schattenwerfende Zeppeline hätten im Potsdamer Sportpark in jedem Fall geholfen. Zum ursprünglich geplanten Kick-off um 16 Uhr ließ sich keine einzige Wolke am Brandenburger Himmel blicken und das Thermometer zeigte unglaubliche 40 Grad Celsius. Nur etwa 90 Kilometer südwestlich an der Wetterstation in Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt) gab es bei 41,5 Grad sogar den nationalen Hitzerekord.
Nur vernünftig also, dass das Football-Ei da noch nicht durch den Luftschiffhafen geworfen und getragen wurde. Fraglich blieb letztlich nur, ob die Bedingungen zur insgesamt vier Mal (!!!) verlegten Startzeit um 18.30 Uhr bei immer noch 38 Grad so viel besser für alle war.
Football gespielt wurde in Potsdam dann aber tatsächlich noch. Und da hatten die Dresdner den kühleren Kopf: Cornerback Lucas Masero lieferte das erste Big Play. Der Spanier antizipierte einen Pass von Royals-Quarterback Xeavier Bullock - Interception (3. Minute) kurz vor der eigenen Endzone.
Der nächste große Moment ging auf die Kappen von Rocky Lombardi und Tigo Moss. Ein 44-Yard-Pass des Quarterbacks landete bei seinem favorisierten Wide Receiver, der direkt in die Endzone lief (6. Minute). Kicker Florian erhöhte auf 7:0.
Monarchs bringen Führung ins Ziel
Antworten lieferte auf Potsdamer Seite eigentlich nur Bullock mit einem Touchdown-Pass (8.) und zwei eigenen Läufen in die Endzone (43. und 46.).
Stattdessen legten die Monarchen beim bis dato einseitigen Rematch des Endspiels der vergangenen beiden Jahre noch ein paar Holzscheite nach.
Finke blieb treffsicher - sowohl aus 34 Yards zum 10:6 (10.), aber auch nach David Moores 4-Yard-Rush in die Endzone - 17:6.
Offensiv brachte das Team von Greg Seamon das schnelle Passspiel des ersten Durchgangs nach dem Pausentee aber nicht mehr aufs Feld.
Für die Entscheidung sorgte der einzige Dresdner Scoring-Drive der zweiten Hälfte: Erneut trumpfte Moss auf, der nach 14-Yard-Pass im Anschluss noch weitere 40 Yards im Alleingang draufpackte. Moore bedankte sich mit seinem zweiten Lauf in die Endzone, Finke legte den 24. Punkt für seine Jungs drauf.
Viel mehr Zeit blieb auch nicht. Ein nahendes Gewitter lieferte bereits den nächsten potenziellen Absage-Grund.
Titelfoto: Leo Ziems

