Monarchs ganz cool in der Hitzeschlacht: Sechster Sieg im sechsten Spiel
Dresden - Problem mit der Einstellung? Von wegen! Die Dresden Monarchs fegten im letzten Heimspiel vor der Sommerpause über die Kiel Baltic Hurricanes hinweg. Von den Problemen der vergangenen Wochen keine Spur! Der 42:7 (14:0, 14:0, 14:7, 0:0)-Erfolg bei gefühlt 50 Grad auf dem Rasen war richtig heiß - 4446 Fans im Heinz-Steyer-Stadion frohlockten.
"Das ist unser Saunawetter. Ich bin gewohnt, dass das in der finnischen Sauna so warm ist, aber nicht draußen. Es ist sehr anstrengend, aber es hindert uns nicht, die Monarchs zu sein, die wir sein wollen", macht Janne Särkelä klar.
Sechs Drives im ersten Durchgang, einmal zum Ende Zeit auslaufen lassen, einmal nicht gescored: Diese Offense war direkt auf Betriebstemperatur.
Running Back Tofunmi Lala (8./12.), der in Braunschweig keinen Stich sah, bei den ersten beiden Drives gleich jeweils mit einem Touchdown.
Danach wurde Särkelä (14.) von Rocky Lombardi mit einem langen Pass auf die Reise in die Endzone geschickt - es war der erste Versuch, direkt nachdem Logan Mobelini an der 36-Yard-Linie der Kieler einen Fumble sicherte.
Für die letzten Punkte in Durchgang eins war der Quarterback selbst zuständig. Lombardi sollte sich endlich mehr zutrauen, das tat er und nahm immer häufiger seine Beine in die Hand. In Minute 21 bis zum Touchdown - 28:0 zur Pause.
Nur einen kleinen Makel gab's für die Dresden Monarchs doch noch
Zählbares in Abschnitt drei ließ nicht lange auf sich warten. Erst Mobelini (28.) mit dem Quarterback-Sack, dann folgte die Tigo-Moss-Show mit starken Catches und zwei Touchdowns.
Zweimal (31./36.) fand Lombardi seinen Star-Receiver in der Endzone - Football in Perfektion. Trotzdem gab es auch einen kleinen Makel.
"Unsere Kickoff-Verteidigung war nicht gut, so haben wir einen Touchdown hergeschenkt", ärgert sich Headcoach Greg Seamon über die einzigen Punkte der Kieler per 100-Yard-Kickoff-Return von Cj Davis (36.).
"Wir hatten ein paar Probleme mit der Organisation, mit den Special Teams im vierten Quarter. Viele davon sind Backup-Spieler. Aber wir müssen ein Standard haben und erwarten, dass das nicht passiert", fordert der US-Headcoach.
Mehr war aber nicht, weil die Defense erneut nichts zugelassen hat. "Das ist fantastisch", freut sich Seamon. Und fast noch ein bisschen wichtiger: "Das war unser bestes Offensivspiel dieses Jahr."
Titelfoto: Lutz Hentschel

