Dresden - "Wir müssen uns physisch und mental auf eine sehr große Herausforderung einstellen", macht Greg Seamon (70) unmissverständlich klar. Denn beim nächsten Gegner der Dresden Monarchs am heutigen Samstag (16 Uhr) ist der Name Programm.
Die Berlin Rebels sind zu Gast im Heinz-Steyer-Stadion, und wenn die Hauptstädter spielen, dann geht es zur Sache.
Nicht immer mit fairen Mitteln, wie auch die vergangene Woche gezeigt hat. Rick Baunacke (39) schlug seinen Gegenspieler der Schwäbisch Hall Unicorns ins Gesicht, nachdem er ihm den Helm runtergezogen hatte.
Er wird in Dresden fehlen, wurde nur für ein Spiel gesperrt. Monarchs-Quarterback Brock Domann (27) bekam im August 2024 nach ein paar Hieben auf den Helm eines Rebels, der ihn zuvor dauerprovozierte, gleich drei Partien aufgebrummt.
Berlin probiert es mit allen Mitteln, gern auch im Rücken der Schiedsrichter. Die werden definitiv am Samstag gefordert sein, denn der Gast steht bereits massiv unter Druck.
Für die Dresden Monarchs braucht es mehr als nur eine gute Offense und Defense
In den Kader wurde ordentlich investiert, noch immer werden neue Spieler vorgestellt. Doch in den ersten drei Partien gab's schon zwei Niederlagen. Eine richtig knappe (14:15) gegen den Meister Potsdam und eine knappe (33:38) zuletzt gegen die Unicorns. Nur gegen Pforzheim gab's einen Sieg (23:17). Aktuell reicht's noch für den letzten Play-off-Platz vier.
Auch die Monarchs haben unter der Woche mit Max von Mühldorfer (24) noch einmal nachgelegt. "Er ist ein erfahrener Spieler, wird sehr schnell wissen, was er zu tun hat", ist Seamon begeistert.
Gegen Berlin wird es aber mehr als nur wieder eine starke Defense brauchen. "Wir hatten Extra-Meetings und -Schichten mit unserer Offensive Line und unseren Runningbacks, um die Probleme zu lösen. Das wird fruchten", so der Monarchs-Headcoach.
Nicht weniger wichtig werden aber ein klarer Kopf und Disziplin sein: "Berlin ist physisch, sie sind aggressiv und sehr emotional. Wenn du es ihnen erlaubst, werden sie dir wehtun. Es wird ein sehr intensives Football-Spiel werden."