Nur Remis, aber das Ergebnis interessiert die Monarchs nicht

Dresden - Über 30.000 Fans bei Zweitligist Dynamo Dresden im Rudolf-Harbig-Stadion wenige Stunden davor, rund 3.000 bei Meister-Anwärter Dresdner SC wenige Stunden danach in der Margon Arena: Die Dresden Monarchs mussten sich am Samstagnachmittag im ersten Spiel des Jahres nicht nur gegen die Straubing Spiders durchsetzen. Immerhin trotzdem 2.088 Fans im Heinz-Steyer-Stadion feierten sich, ihr Team und ein unwichtiges 16:16 (13:0, 3:7, 0:0, 0:9) im Test gegen die Niederbayern.

Neuzugang Vance Feuerbacher (Nr. 19) fängt den Ball ab und verhindert einen Touchdown von Jordan Pouncey.  © Jörg Meißner

"Das Ergebnis hat mich vor dem Spiel nicht interessiert, danach auch nicht. Ich wollte ein sauberes Spiel sehen, dass wir den Ball ordentlich laufen und dass wir eine gute Defense Spielen", gesteht Headcoach Greg Seamon.

Der US-Amerikaner findet aber: "In der ersten Halbzeit haben wir das gemacht. Aber einige aus der dritten Reihe müssen besser werden. Heute war ein guter Test für viele unserer jungen Spieler. Ich bin zufrieden mit unseren älteren Spielern. Sie haben gut gespielt."

Das Wichtigste am Samstag: Die Königlichen sind ohne schwerere Verletzungen aus dem ersten Spiel seit der Finalniederlage vom 12. Oktober gegangen. Einzig Carl Eckart hat sich kurz vor Schluss noch an der Schulter verletzt.

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Ganz anders die Spiders, die schon mit reduziertem Kader ins Spiel gingen. Richtig schwer wiegt die Verletzung von Cornerback Dennis Barnes, der sich gleich beide Unterschenkel gebrochen haben soll. Er wurde direkt noch in Dresden operiert.

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Starter wie Tofunmi Lala (mit Ball) standen beim Testspiel nicht lange auf dem Feld.  © Jörg Meißner

Vier weitere Teamkollegen hat es zumindest so hart erwischt, dass sie nicht weiterspielen konnten. Deswegen einigte man sich darauf, die letzten beiden Viertel nur jeweils acht statt zwölf Minuten zu spielen.

Da war bei den Königlichen ohnehin nur die zweite und dritte Reihe aktiv. Straubing kam noch durch einen Kick-off-Return-Touchdown von Jordan Pouncey (17.), einen Run-Touchdown von J'vonte Davis (34.) und ein Field Goal von Kristof Komiszar in letzter Sekunde zum Ausgleich.

Die Monarchs hätten wohl einen deutlich größeren Vorsprung in Durchgang zwei gehabt, hätte das Star-Duo Rocky Lombardi und Montigo Moss mehr als nur zwei Drives gespielt.

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In den beiden suchte Lombardi jeweils einmal seinen Receiver und der griff zweimal (5./7.) in der Endzone sicher zu - 13:0, weil Florian Finke einen Extrapunkt traf, einen nicht.

Nächste Woche in Leipzig gegen die Lions zum inoffiziellen Sachsen Bowl fordert Seamon von seinen Mannen deutlich mehr. Er kündigt an: "Unsere Starter müssen und werden mehr spielen."

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