Kiel - Schiffbruch an der Ostsee oder weiter ein Ritt auf der Erfolgswelle? Die Dresden Monarchs müssen am Samstag (16 Uhr) zu ihrem dritten Saisonspiel bei den Kiel Baltic Hurricanes ran - und es könnte mal wieder stürmisch werden.
Denn es ist bereits das dritte Spiel hintereinander gegen einen mobilen Quarterback. Schon gegen Braunschweig und in Düsseldorf musste die Defense der Königlichen einen wendigen Spielmacher in den Griff bekommen.
Das lief noch nicht perfekt. "Ich bin noch nicht zufrieden damit, aber wir sind auf einem richtigen Weg", beschreibt Headcoach Greg Seamon (70) das Agieren der Jungs von Defense Coordinator Martin Schmidt (37).
Der 70-Jährige begründet: "Wir haben es prinzipiell gut geschafft, Druck auf den Quarterback zu generieren. Aber Martin Schmidt und mir ist in Düsseldorf eben auch aufgefallen, dass wir fünf Gelegenheiten liegen gelassen haben, den Quarterback zu sacken. Das ist nicht akzeptabel!"
Mit PJ Settles (28) wartet jetzt der vielleicht mobilste GFL-Quarterback auf die Monarchs. Der US-Amerikaner erzielte vergangene Spielzeit für Kiel bei 206 Pässen 25 Touchdowns und 2448 Yards.
Außerdem erlief er neun weitere Touchdowns selbst. Im ersten Saisonspiel der Hurricanes in Braunschweig kam der flinke Spielmacher auf 25 Pässe für zwei Touchdowns und 232 Yards sowie auf fünf Runs für einen (entscheidenden) Touchdown und 59 Yards.
Greg Seamon fordert mehr Konstanz in der Offense
Nur knapp konnte sich Kiel gegen die Lions mit einem Touchdown (24:17) durchsetzen, die Monarchs fegten diese noch eine Woche zuvor mit 47:8 vom Feld.
"Das war das erste Spiel für Kiel, sie werden etwas enttäuscht gewesen sein. Aber Braunschweig war besser, weil sie auch zu Hause gespielt haben. Kiel wird daheim ebenfalls besser sein. Sie haben viele Jungs gehalten, aber auch viele aus der ELF dazubekommen. Sie werden von Jahr zu Jahr stärker", beschwichtigt Seamon.
In der Vorsaison schenkte sein Team den Ostsee-Städtern in zwei Spielen 99 Punkte ein. Aktuell sind es im Schnitt 46 pro Spiel. In Düsseldorf waren aber auch drei Defense-Touchdowns dabei.
Seamon: "Wir können uns nicht jedes Spiel auf 21 Punkte unserer Defense verlassen. In der Offense müssen wir noch ein Stück konstanter werden!"