Stühlerücken bei den Monarchs: Gladney ist weg, Stewart hilft aus

Dresden - Auch ein Monarch kann sich mal irren: William Gladney (24) wurde vor wenigen Monaten mit großen Lobeshymnen in Dresden empfangen, nun ist der Widereceiver nach nur zwei Spielen bereits wieder weg.

William Gladney (24) hat Dresden bereits verlassen.
William Gladney (24) hat Dresden bereits verlassen.  © Lutz Hentschel

Gladney habe nicht die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt, teilte der Verein am heutigen Dienstag mit. "Es fing ganz gut an, aber man muss sich am Ende auch in eine Mannschaft integrieren wollen", erklärt Offense Coach Robert Cruse (46).

Der US-Amerikaner habe bereits den Flug in seine Heimat angetreten. Doch es ist nicht ausgeschlossen, dass Gladney auch noch bei einem direkten Konkurrenten der Monarchs unterkommt - oder es zumindest versucht.

Denn laut seinem Instagram-Profil weilte der 1,91 Meter große und 97 Kilogramm schwere Receiver vergangene Woche in Berlin. Bei einem Wechsel innerhalb der GFL müsste er allerdings drei Spiele Sperre absitzen.

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Immerhin: Ersatz wurde schnell gefunden - vielleicht sogar mehr als das. Denn mit Darrell Stewart Jr. (25) hat sich ein absoluter Publikumsliebling kurzerhand entschlossen, bei den Monarchs auszuhelfen.

"Darrell war letztes Jahr einer der Top-Receiver in der Liga und mit seinen Catches im Finale einer der Playmaker", so Cruse. "Aus privaten Gründen war es leider nicht möglich, mit Darrell direkt wieder in die neue Saison zu starten. Jetzt hat er gesehen, dass wir Probleme haben und sich bereit erklärt zu helfen."

Darrell Stewart Jr. (25) hatte großen Anteil am letztjährigen Sieg im German Bowl.
Darrell Stewart Jr. (25) hatte großen Anteil am letztjährigen Sieg im German Bowl.  © Lutz Hentschel

Vor seinem Engagement in Dresden war Stewart Jr. als Absolvent der Michigan State University als undrafted Free Agent bei den Green Bay Packers und Carolina Panthers aktiv, schaffte es aber jeweils nicht in den finalen Roster.

Der 1,87 Meter große und 99 kg schwere US-Amerikaner ist sowohl als Ballfänger als auch als Running Back einsetzbar. "Dass so einer wiederkommt, sich gegen deutlich höher dotierte Angebote entscheidet, ist sensationell", freut sich auch Geschäftsführer Jörg Dreßler (47).

Titelfoto: Montage: Lutz Hentschel (2)

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