Trainingsspiel auf Wettkampf-Niveau: Monarchs beim Quarterback-Test weiter souverän

Berlin - Kein Lombardi? Kein Problem! Auch ohne Stamm-Quarterback Rocky Lombardi gehen die Dresden Monarchs ihren Weg unbeirrt weiter. Das Team von Headcoach Greg Seamon feierte am Samstag bei den Berlin Rebels seinen zehnten Saisonsieg im zehnten Spiel. Am Ende stand ein völlig ungefährlicher 36:7 (6:0, 17:0, 13:0, 0:7)-Erfolg.

Nicht jeder Pass von Casey Thompson (M.) fand sein Ziel. Trotzdem ein starkes Debüt des neuen Monarchs-Quarterback.s  © Robby Wendrock

Nanu, was war denn da los? Beim Wünzwurf tauchte Lombardi als einer der zwei Kapitäne nur im T-Shirt und Trainingsanzug-Hose auf. War er etwa verletzt?

Nein, der erst vor anderthalb Wochen nachverpflichtete Top-Ersatz, Casey Thompson, sollte auf Wettkampf-Niveau jede Menge Minuten sammeln.

Da lief auch noch nicht alles rund, umso besser, dass sich der 27-Jährige ausprobieren konnte. Er startete mit einem Vier-Yard-Run ins Spiel, rund drei Minuten später ging's nicht viel mehr Yards in die Endzone zum ersten Touchdown (5.).

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Den zweiten - dieses Mal per Pass durch die Luft - gab's im dritten Anlauf von Montigo Moss (14.). Er gehörte aber eigentlich David Moore III.

Der Running Back sorgte erst mit zwei starken Läufen, dann mit jede Menge Yards after Catch für großen Raumgewinn. Thompson dazwischen mit zwei nicht so guten Würfen.

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Die Defense der Monarchs um Elian Canet lieferte wieder mächtig ab

Elian Canet (v.) brachte Berlins Quarterback (h.) gleich mehrfach zu Boden.  © Robby Wendrock

Da ist noch Luft nach oben, aber der US-Amerikaner nutzte die Partie gegen den überforderten Sparringspartner Berlin.

23:0 zur Pause, weil Thompson noch den neuen Receiver Michael Breuler (24.) in der Endzone fand und Kicker Florian Finke (bis auf einen verpatzten Snap beim ersten Point after Touchdown) alle PATs sowie mit ablaufender Uhr ein Field Goal verwandelte.

Souveräner als die Dresdner Offense und Special Teams wieder einmal die Defense. Die ließ gegen die Hauptstädter mal gar nichts zu. Sterling May (6.) mit dem Forced Fumble, danach der Kanadier mit Elian Canet (11./20.) mit den Quarterback-Sacks.

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Der Franzose schickte Berlins Spielmacher Tyquell Fields auch noch mal allein (24.) zu Boden. Spielte sich so anstelle des neuen Quarterbacks ins Rampenlicht.

Der zweite Anzug der Dresden Monarchs ließ noch Punkte zu

Sinnbildlich: Montigo Moss (v.) und die Monarchs lassen sich auch von Berlin nicht stoppen.  © Robby Wendrock

Einer der wenigen Kritikpunkte an diesem sonnigen Spätnachmittag im Mommsenstadion: Insgesamt zwei PATs blieben liegen. Der zweite wurde geblockt, nachdem Tofunmi Lala (25.) zwölf Sekunden nach dem Kick-off den Return übers Feld in die Endzone brachte.

Nach dem nächsten Touchdown von Breuler (31.) - erneut bedient von Thompson - und dem nächsten Quarterback-Sack von Canet (35.) war auch der Ersatz vom Ersatz dran.

Marvin Schöne bekam wieder jede Menge Spielzeit, durfte sich auch noch mit teilweise neuer O-Line, neuen Receivern und Running Back versuchen. Mit seiner Interception (40.) sorgte er aber für die ersten Rebels-Punkte: Der Ex-Monarch Jonas Gacek fing das Ei ab und lief in die Endzone.

Das Spiel quasi gelaufen, weil auch die zweite Reihe der Monarchs-Defense gegen diese harmlosen Berliner nichts zuließ. Im Gegenteil: Moritz Voigt (45.) sogar noch mit einer Interception. Der letzte nennenswerte Akt des weiterhin ungeschlagenen Nord-Tabellenführers.

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