New York (USA) - Der NFL-Skandal um Patriots-Coach Mike Vrabel (50) und Reporterin Dianna Russini (43) schlägt inzwischen riesige Wellen. Nachdem die Journalistin von ihrem Arbeitgeber zunächst kaltgestellt worden war, trat sie freiwillig zurück. Ihre Kollegin Crissy Froyd (27) warf anschließend schadenfroh Dreck hinterher - und muss jetzt ebenfalls Konsequenzen tragen.
Die 27-Jährige wurde mittlerweile bei "USA Today", wo sie ebenfalls als NFL-Reporterin tätig war, gefeuert. Das teilte die viertgrößte Tageszeitung der Vereinigten Staaten am Donnerstag mit.
"Ihre jüngsten Äußerungen spiegeln weder unser Bekenntnis zur Professionalität wider noch stehen sie im Einklang mit unseren ethischen Grundsätzen", hieß es in dem Statement des Blattes.
Zuvor hatte Froyd den Rücktritt von Russini bei "The Athletic", dem Sportableger der "New York Times", schonungslos sowie mit weiteren Anschuldigungen auf der Plattform X kommentiert.
"Ich bin mir sicher, du musstest deine Kündigung einreichen, oder sie hätten dich gefeuert", schrieb die Kollegin. "Pass auf, dass dir die Tür beim Rausgehen nicht auf den Hintern knallt. Wir wissen, wer du wirklich bist und was du seit Jahren treibst. Das schadet den Frauen im Sport, die alles richtig gemacht haben, ungemein."
In einem weiteren Post zitierte sie den Beitrag eines Nutzers, der Russini ein Anbandeln mit Rams-Coach Sean McVay (40) in einer Bar in Washington D.C. unterstellte.
"Ja, und auf einem 'Chili's'-Parkplatz (US-Restaurantkette, Anm.d.Red.). Ich weiß, wer sie wirklich ist", kommentierte Froyd.
Crissy Froyd bereut Kommentare über Dianna Russini nicht
Trotz der beruflichen Folgen bereut die nun frühere Today-Reporterin ihre Kommentare allerdings nicht.
"Ich stehe hinter den Fakten, das ist alles wahr", erklärte sie gegenüber "Page Six". "Ich würde nie etwas sagen, hinter dem ich nicht stehe, auch wenn es vielleicht riskant ist."
"Egal, was in Zukunft mit mir geschieht, möchte ich eines sagen: Habt keine Angst davor, euch für die richtigen Anliegen möglicherweise zum Märtyrer zu machen", fügte Froyd an.
Auslöser des Dramas waren von "Page Six" veröffentlichte Urlaubsfotos, die Vrabel und Russini bei innigen Umarmungen und händchenhaltend in einem Urlaubsressort in Arizona zeigten. Beide sind seit mehreren Jahren verheiratet, allerdings nicht miteinander.
Eine intime Beziehung bestritten sowohl der NFL-Coach als auch die Reporterin anschließend vehement. Die Fotos seien aus dem Kontext gerissen und würden ein falsches Bild vermitteln.
Zunächst stand "The Athletic" auch noch hinter der Journalistin, kurz darauf leitete das Nachrichtenportal aber eine interne Untersuchung ein und stellte die Mitarbeiterin für die dafür benötigte Zeit kalt.
Daraufhin reichte Russini "mit großer Trauer" ihre Kündigung ein. Sie würde "das Narrativ, das um diese Geschichte gebaut wurde", zwar nicht akzeptieren, wolle dem Ganzen aber "keinen weiteren Sauerstoff schenken" oder ihre Karriere davon definieren lassen.