Darum haben die Niners Chemnitz den Einzug in das Halbfinale verpasst

Chemnitz - Dieser Gegner war (noch) eine Nummer zu groß für die Niners Chemnitz! Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore unterlag am Samstagabend im BBL-Pokal-Viertelfinale dem Meisterteam ratiopharm Ulm mit 78:87 (39:39).

Trotz der Niederlage feierten die Fans die Niners.
Trotz der Niederlage feierten die Fans die Niners.  © IMAGO / Fotostand

"Ulm spielte einfach meisterlich, hatte stets sehr gute Antworten parat. Sie haben sich absolut verdient durchgesetzt, stehen zu Recht im Pokal-Final-Four", zeigte sich Pastore nach der intensiven und hart umkämpften Partie als fairer Verlierer.

Zum Verhängnis wurde den Chemnitzern ihre Schwächephase zwischen Ende des zweiten und Beginn des dritten Viertels. Die bestraften die Gäste mit einem 16:0-Lauf zum 50:39.

"Ulm verteidigte in dieser Phase sehr aggressiv, forcierte Ballverluste und zog davon. Wir konnten diesen Rückstand leider nie wieder wettmachen", analysierte Pastore.

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Für sein Team war es nach 17 (!) Siegen in Folge die erste Niederlage. Gegen Ulm mussten sich die Niners zum zweiten Mal in dieser Saison geschlagen geben. Ende September hatten sie das BBL-Auftaktspiel 85:90 verloren.

Mehr als 4700 Zuschauer feierten die Niners trotz Niederlage

"Vor allem in der zweiten Halbzeit waren sie physischer und aggressiver als wir und haben wichtige Würfe getroffen", meinte Kapitän Jonas Richter, der den Pokalkracher nach seiner Schulterverletzung verpasste: "Ich habe Schmerzen und weiß noch nicht, wie es jetzt weitergeht."

Mit Richter fehlte bei den Gastgebern ein extrem wichtiger Mann unter den Brettern. Den hatte Ulm mit Trevion Williams. Der 2,06 Meter große und bullige US-Amerikaner sammelte allein 16 Rebounds ein.

In der entscheidenden Phase besaß das Meisterteam mit L. J. Figueroa einen sicheren Distanzwerfer. Der dominikanische Forward traf fünf seiner sechs Versuche und stand am Ende bei 19 Punkten. Bester Werfer auf dem Parkett war Niners-Center Kevin Yebo mit 23 Zählern.

Die mehr als 4700 Zuschauer in der ausverkauften Messe Chemnitz feierten die Pastore-Korbjäger trotz Niederlage und großer Enttäuschung lautstark und minutenlang.

Lob bekamen die Verlierer auch aus dem Lager der Gäste. "Ich gratuliere Rodrigo zu seiner tollen Arbeit hier, national wie international. Es war sehr beeindruckend, was Chemnitz in den letzten Wochen gezeigt hat. Das war heute ein echtes Spitzenspiel", erklärte Ulms Headcoach Anton Gavel.

Titelfoto: IMAGO / Fotostand

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