Derbysieg! Niners Chemnitz gewinnen Spektakel beim Mitteldeutschen BC

Weißenfels - Derbysieg! Der Mitteldeutsche BC bleibt der Lieblingsgegner der Niners Chemnitz.

Bester Werfer der Chemnitzer: Jeff Garrett (29, r.) mit 23 Punkten.
Bester Werfer der Chemnitzer: Jeff Garrett (29, r.) mit 23 Punkten.  © IMAGO/Alexander Trienitz

Achtmal standen sich beide Vereine in der Bundesliga gegenüber. Achtmal verließ die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore als Sieger das Parkett. Am Samstag hieß es nach 40 Minuten Offensiv-Spektakel 111:95 (50:45).

In der mit 3000 Zuschauern ausverkauften Stadthalle Weißenfels hatten die Gäste in den ersten dreieinhalb Minuten ein paar Startschwierigkeiten und lagen 3:7 zurück.

Es folgte ein 16:0-Lauf der Chemnitzer, die zügig für klare Verhältnisse sorgten und am Ende des ersten Viertels 31:17 führten. Einzig negativ waren die drei persönlichen Fouls von Spielmacher DeAndre Lansdowne, drei Tage zuvor beim 98:73 in Bilbao mit 22 Punkten bester Werfer der Sachsen.

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Pastore nahm Lansdowne erst einmal vom Parkett. Das Fehlen des US-Amerikaners machte sich zunächst nicht bemerkbar. Chemnitz erarbeitete sich einen 23-Punkte-Vorsprung (44:21) und nahm den Fuß vom Gaspedal. Das sollte sich rächen.

Niners ohne Lansdowne: "Das hat sich sofort bemerkbar gemacht"

Auch dank DeAndre Lansdowne (34) konnten die Niners das Spiel in der zweiten Halbzeit in die richtige Richtung lenken. (Archivbild)
Auch dank DeAndre Lansdowne (34) konnten die Niners das Spiel in der zweiten Halbzeit in die richtige Richtung lenken. (Archivbild)  © Stefan Puchner/dpa

Der MBC, der erst drei Tage zuvor in Hamburg (76:107) ordentlich unter die Räder gekommen war, nutzte die Schwächephase der Pastore-Korbjäger und das Fehlen von Lansdowne, der das gesamte zweite Viertel draußen saß.

Angeführt von den beiden US-Boys Johnathan Stove (18 Punkte in Halbzeit eins) und Jhonathan Dunn (14) holten die Gastgeber kräftig auf. Zur Pause kamen sie bis auf fünf Punkte ran (45:50).

"Ich bin überrascht und erfreut, dass dieses Derby jetzt doch noch einmal richtig spannend wird", sagte DYN-Experte und Ex-Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen zur Pause: "Mit Lansdowne fehlte Chemnitz im zweiten Abschnitt der Vocal Leader. Das hat sich sofort bemerkbar gemacht."

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Lansdowne kehrte mit Beginn der zweiten Halbzeit zurück und lenkte das Niners-Spiel sofort in die richtige Richtung. In der 24. Minute lagen die von mehreren Hundert Fans unterstützten Gäste erstmals wieder zweistellig vorn (65:54). Vor den letzten zehn Minuten hieß es 80:70 für den Favoriten.

Der ließ gegen die tapfer kämpfende Weißenfelser im letzten Viertel nichts mehr anbrennen. Dominic Lockhart stellte mit seinem dritten erfolgreichen Distanzwurf auf 101:86 (37.). Das Derby war entschieden.

Beste Werfer des Pastore-Teams waren Jeff Garrett (23 Punkte), Kevin Yebo (18) und Aher Uguak (17). Den Topwert verbuchte Stove für sich. Er ging mit bärenstarken 41 Zählern aus der Partie und kratzte am BBL-Rekord.

Titelfoto: IMAGO/Alexander Trienitz

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