"Dumme Fehler!" Warnschuss für die Niners Chemnitz vor dem Finale in Istanbul

Chemnitz - Die Gastgeber lagen sich nach der grandiosen Aufholjagd in den Armen und hatten Tränen in den Augen. Der gestürzte Favorit wollte nur noch weg!

Weitere Auftritte wie in Göttingen sollte sich das Team von Trainer Rodrigo Pastore (51) nicht mehr leisten.
Weitere Auftritte wie in Göttingen sollte sich das Team von Trainer Rodrigo Pastore (51) nicht mehr leisten.  © Imago / Eibner

Die Niners Chemnitz haben mit der unerwarteten 99:100-Overtime-Niederlage beim Kellerkind BG Göttingen das erste Mal in dieser Saison enttäuscht.

Dass die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (51) durch die sechste BBL-Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze verpasste, ist verschmerzbar.

Der FC Bayern München, der in Heidelberg ebenfalls bei einem Abstiegskandidaten böse ausrutschte, hat ein Spiel weniger auf dem Konto. Läuft alles normal, werden die Stars von der Isar und das Team von Alba Berlin die Hauptrunde auf den beiden obersten Plätzen beenden.

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Die Chemnitzer haben nach wie vor beste Chancen, als Dritter in die Play-offs zu gehen. Würzburg als aktuell Vierter strauchelte am zurückliegenden Wochenende ebenfalls, verlor zu Hause gegen Rostock und hat bei noch ausstehenden fünf Hauptrunden-Partien drei Niederlagen mehr als das Pastore-Team kassiert.

Chemnitz geht mit einem Elf-Punkte-Polster in das zweite Europe-Cup-Finale gegen Bahcesehir

Weitere Auftritte wie in Göttingen dürfen sich die Chemnitzer aber nicht mehr leisten. 24 Punkte betrug der Vorsprung Mitte des zweiten Viertels. Die BG startete eine furiose Aufholjagd. Doch sie führte bis zur Schlusssirene kein einziges Mal.

Durch die beiden Freiwürfe von Umoja Gibson sechs Sekunden vor dem Ende zum 89:89 rettete sich Göttingen in die Verlängerung. Auch hier lagen die Niners mit vier Punkten vorn (99:95) und schafften es nicht, den Sieg über die Zeit zu retten.

"Wir haben die Stärken des Gegners unterschätzt, dachten, das Spiel wäre nach dem klaren Vorsprung vorbei, und haben mentale Fehler gemacht", ärgerte sich Pastore.

Der Argentinier kritisierte: "Unsere Defense war nicht gut. Die Göttinger waren bei den Offensiv-Rebounds stärker als wir. Zum Ende des Spiels haben wir keine Freiwürfe mehr getroffen, dumme Fehler gemacht, die zur Overtime führen."

Am Montag fliegt die Mannschaft nach Istanbul. Am Mittwoch, 18 Uhr, steigt hier vor über 13.000 Zuschauern das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Chemnitz geht mit einem Elf-Punkte-Polster in das zweite Europe-Cup-Finale gegen Bahcesehir. Wie schnell der Vorsprung weg sein kann, hat Göttingen gezeigt. Die Niners sind gewarnt!

Titelfoto: Imago / Eibner

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