Niners droht frühes Saisonende! Oder kommt jetzt die große Aufholjagd?

Chemnitz - Blasen die Niners in den letzten sechs Hauptrunden-Spielen zur großen Aufholjagd oder haben die meisten Korbjäger mit der Station Chemnitz bereits abgeschlossen?

In der Offensive liegt die Hauptlast seit Wochen auf den Schultern von Top-Scorer Kevin Yebo (30).  © IMAGO/Alexander Trienitz

Nach der 77:91-Niederlage beim Spitzenreiter FC Bayern München hat sich der Rückstand auf Play-in-Platz zehn auf vier Zähler vergrößert. Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (53) muss das Nachholspiel am Mittwochabend (20 Uhr) in der Messe Chemnitz gegen Vizemeister Ulm gewinnen, um den Hoffnungsfunken am Glimmen zu erhalten. Am Samstag gegen Aufsteiger Jena und neun Tage später gegen Tabellendritten Bamberg folgen zwei weitere Heimspiele.

Die Tendenz des Pastore-Teams ist besorgniserregend. Vier der letzten fünf Spiele gingen verloren. Den Niners fehlt die Konstanz. Sie schaffen es nicht, über die komplette Spielzeit hinweg zu performen. Die Leistungsschwankungen innerhalb der Mannschaft sind zu groß.

Offensiv geht wenig. Hier liegt die Hauptlast seit Wochen auf den Schultern von Top-Scorer Kevin Yebo (30), der in München mit 13 Punkten und zwölf Rebounds überzeugte.

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Endet die Saison für die Chemnitzer am 10. Mai?

In den acht Auftritten seit der Länderspielpause Mitte Februar erzielten die Niners im Schnitt nur noch 77 Punkte pro Partie. Zu wenig, um Siege einzufahren!

Ein Sieg war auch am Sonntag bei müden Gastgebern durchaus drin. Pastore: "Die Münchner kamen aus einer Double-Week in der EuroLeague. Wir dachten, es ist ein Vorteil in der zweiten Hälfte, wenn sie müde werden würden. Das war nicht der Fall. Sie haben ihren besten Basketball nach der Pause gespielt."

Die Niners, die im ersten Viertel 28 Punkte markierten, bauten nach dem Seitenwechsel stark ab. Pastore: "Unsere Transition war nicht gut, ebenso das Offensiv-Rebounding. Das sind die Dinge, an denen wir arbeiten müssen."

Sonst endet die Saison für die Chemnitzer, die in den vergangenen vier Jahren immer in den Play-offs standen, am 10. Mai. Und das wäre eine herbe Enttäuschung.

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