Totalausfall der Niners Chemnitz: Erst streikt die Technik, dann die Mannschaft!
Chemnitz - Erst streikte die Technik, dann die Mannschaft: Die Niners haben ihr vorletztes Heimspiel am Montagabend mit einer krachenden 62:89 (40:43)-Niederlage gegen die Bamberg Baskets beendet. Dieser Auftritt ließ die über 4000 Fans in der Messe Chemnitz ratlos zurück.
"Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass es uns nicht gelang, in schlechten Phasen als Mannschaft zusammenzubleiben. Wir können Bamberg nur zum Sieg und einer wirklich starken Saison gratulieren. Ich hoffe, dass wir uns in den letzten Spielen als Team präsentieren. Unsere Fans haben das verdient", konstatierte Trainer Rodrigo Pastore (53).
In einer bis dahin hart umkämpften Partie sorgte Kevin Yebo (30) zu Beginn der zweiten Halbzeit mit seinem And One für die 45:43-Führung (23.). Es folgte der kollektive Einbruch. Die vor Selbstbewusstsein strotzenden Bamberger, mit neun Siegen aus den vorherigen zehn Spielen angereist, konterten mit einem 13:0-Lauf.
Das Pastore-Team brach anschließend völlig auseinander und konnte am Ende froh sein, nicht dreistellig untergegangen zu sein. Die Gäste lagen vier Minuten vor der Schlusssirene 84:55 vorn und nahmen den Fuß vom Gaspedal.
Bester Chemnitzer war Yebo mit zwölf Punkten und neun Rebounds. Corey Davis (28) erzielte seine elf Punkte bereits in Halbzeit eins.
Niners stehen trotz Niederlage weiter auf Play-In-Platz zehn
Der Blick in die Horror-Statistik zeigt 25 Ballverluste der Niners. Der Großteil davon ging mit jeweils sechs an die beiden Aufbauspieler Eric Washington (32) und Davis. Die Niners stellten damit sogar den klubeigenen Höchstwert (auf der Negativskala) in der BBL ein.
Was zu diesem aus Sicht der Gastgeber völlig missratenen Abend passte: Das Spiel musste im ersten Viertel fast 30 Minuten unterbrochen wurde, da die Anzeigetafel in der Halle komplett ausgefallen war.
Die Niners stehen trotz der Niederlage weiter auf Play-In-Platz zehn. Der könnte am Sonntag weg sein. Dann müssen sie zum Tabellenzweiten Alba Berlin. 2000 Fans wollen die Mannschaft begleiten. Bleibt zu hoffen, dass die Spieler dann einen besseren Auftritt hinlegen als am Mittwochabend - und das über die kompletten 40 Minuten!
Titelfoto: IMAGO / EHL Media
