Ukrainischer Boxer Usyk bleibt Vierfach-Weltmeister im Schwergewicht

Dschidda - Der ukrainische Profiboxer Alexander Usyk (35) bleibt Vierfach-Weltmeister im Schwergewicht.

Alexander Usyk (35) jubelt nach seinem Sieg.
Alexander Usyk (35) jubelt nach seinem Sieg.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

Der 35-Jährige setzte sich in der Nacht zu Sonntag im Superdome von Dschidda in Saudi-Arabien zum zweiten Mal gegen den britischen Ex-Champion Anthony Joshua (32) durch.

Usyk behält nach dem knappen Punkte-Urteil (115:113, 113:115, 116:112) seine Gürtel der Verbände WBA, IBF, WBO und IBO.

Joshua hatte seine Titel im September 2021 bei einer Punkte-Niederlage im Londoner Fußballstadion von Tottenham Hotspur an den damaligen Herausforderer verloren und verpasste nun eine Revanche.

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Für den Favoriten Usyk war es im 20. Profikampf seiner Laufbahn der 20. Sieg. Der hervorragende Techniker konnte seine körperlichen Nachteile von zehn Zentimetern weniger Reichweite wettmachen und bezwang den sieben Zentimeter größeren Joshua erneut.

Anthony Joshua (32 ,.r) kämpfte am gestrigen Samstag gegen Alexander Usyk (32) - und verlor.
Anthony Joshua (32 ,.r) kämpfte am gestrigen Samstag gegen Alexander Usyk (32) - und verlor.  © Hassan Ammar/AP/dpa
Der Ukrainer Alexander Usyk (35) war vor dem Boxkampf als Freiwilliger im Kriegseinsatz gegen Russland.
Der Ukrainer Alexander Usyk (35) war vor dem Boxkampf als Freiwilliger im Kriegseinsatz gegen Russland.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

Als Freiwilliger im Kriegseinsatz gegen Russland

Vor einem knappen Jahr hatte Usyk dem Briten noch eine boxerische Lehrstunde erteilt, beim zweiten Duell war es deutlich ausgeglichener. Seine dritte Niederlage als Profi konnte Joshua aber nicht verhindern und dürfte nun vor einer schwierigen Zukunft stehen.

Für Usyk war das Duell mehr als nur ein Boxkampf, sondern es sollte seinen Landsleuten auch Hoffnung in einer dunklen Zeit des Krieges geben. Der Boxer hatte es ermöglicht, dass der WM-Kampf in der Ukraine kostenlos im Staatsfernsehen und im Livestream verfolgt werden konnte.

Usyk war im von Russland gestarteten Angriffskrieg einen Monat lang selbst als Freiwilliger im Einsatz, entschied sich dann auf Drängen seiner Landsleute aber dazu, wieder als Boxer zu kämpfen.

Selenskyj gratuliert: Ein so wichtiger Sieg

Für den ukrainischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj (44) hat der Sieg seines Landsmannes und Schwergewichtsweltmeisters Alexander Usyk auch eine hohe symbolische Wirkung.

"Schwieriger, aber so wichtiger und notwendiger Sieg! Die Verteidigung des Weltmeistertitels ist ein Symbol dafür, dass all diejenigen, die zu den Kosaken gehören, ihren Titel nicht aufgeben werden, sondern dafür kämpfen und auf jeden Fall gewinnen werden!", twitterte Selenskyj und gratulierte Usyk zu seinem Erfolg gegen Joshua.

Titelfoto: Nick Potts/PA Wire/dpa

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