Aus Weltspitze geekelt? Kommentator äußert Theorie zum tiefen Fall von Darts-Star

Belgien - Mit seinem stimmungsvollen Walk-on begeisterte Dimitri Van den Bergh (31) jahrelang die Massen, am Board gewann der belgische Darts-Profi mit seiner konzentrierten Art das World Matchplay (2020) und die UK Open (2024). Doch seit dem letzten Titel läuft es einfach nicht mehr. Ein Experte hat eine Vermutung, woran das liegen könnte.

Dimitri Van den Bergh (31) bei der Team-WM im Juni 2024.
Dimitri Van den Bergh (31) bei der Team-WM im Juni 2024.  © Arne Dedert/dpa

Vor ziemlich genau zwei Jahren, im März 2024, befand sich der "Dreammaker" eigentlich auf dem Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt richtete sich das Publikum bei dem UK-Open-Triumph aber zusehends gegen ihn.

Der 31-Jährige war bekannt dafür, sich zwischen Würfen gern ausgiebige Pausen zu nehmen, Atemübungen durchzuführen und sich so für den perfekten Wurf zu sammeln. Für einige Zuschauer dauerte das zu lange.

Anschließend stellte er seine Routine zumindest stellenweise um. Ein Fehler, findet PDC-Kommentator Dan Dawson.

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"Fakt ist, dass Dimitri Titel gewann, als er das Tempo drosselte und all diese Atemübungen machte", erklärte der TV-Moderator im "The Darts Show"-Podcast des Weltverbandes. "Es fühlt sich fast so an, als wäre er da herausgeekelt worden."

Die Leute hätten dem Belgier immer wieder unter die Nase gerieben, dass sein Ablauf merkwürdig wirken und zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, doch Dawson wünscht sich den alten Van den Bergh zurück.

Dimitri Van den Bergh findet auch nach Auszeit nicht wirklich in die Spur

PDC-Kommentator Dan Dawson rät Dimitri Van den Bergh zur Rückkehr zu seiner alten Routine.
PDC-Kommentator Dan Dawson rät Dimitri Van den Bergh zur Rückkehr zu seiner alten Routine.  © Screenshot/Instagram/danrpdawson

"Es wirkt, als hätte er das Gefühl, sich auf eine bestimmte Art verhalten zu müssen, um andere zu erfreuen, aber das musst du überhaupt nicht", so der Kommentator weiter. "Du spielst Darts auf deine Weise, wenn das die besten Ergebnisse liefert."

In den vergangenen 24 Monaten konnte der gebürtige Antwerpener keinen Major-Titel mehr gewinnen. In der Order of Merit ist er bis auf Rang 37 zurückgefallen.

Vergangenes Frühjahr nahm sich Van den Bergh dann sogar eine freiwillige Auszeit, um an sich zu arbeiten. Freundin Evi kündigte damals einen "Neustart" an.

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So wirklich fruchtete der aber bislang nicht. "Sollen die anderen reden. Wenn das dein Weg ist, das Beste aus dir herauszuholen, dann musst du das einfach weiter tun. Er hat keine einzige Regel gebrochen", befand Dawson daher. "Ja, manche fanden es nervig, aber das wäre mir völlig egal."

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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