Bewegender Hintergrund: Deswegen benutzt Darts-WM-Finalist nicht seinen echten Namen

Niederlande - Bei der Darts-WM begeisterte Gian van Veen (23) im Londoner Ally Pally, stürmte unaufhaltsam ins Finale und eroberte die Herzen zahlreicher Fans in kürzester Zeit. Doch vielen Zuschauern dürfte gar nicht bewusst sein, dass der Niederländer dabei gar nicht unter seinem richtigen Namen ans Oche tritt.

Gian van Veen (23) spielt nicht unter seinem echten Namen, doch dahinter steckt eine tragische Geschichte.  © Henning Kaiser/dpa

Eigentlich heißt die neue Nummer drei der Welt nämlich Pieter Gerard van Veen. Daraus machte der "Giant" auch nie einen Hehl, allerdings hielt er sich bezüglich der Entstehung seines Rufnamens stets bedeckt.

Darts-Kommentator Koert Westerman (61) brachte nun in der Talkshow "De Oranjewinter" jedoch Licht ins Dunkel.

"Es ist eine sehr seltsame, aber herzzerreißende Geschichte", klärte der 61-Jährige im Gespräch auf.

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In dem Viertel, in dem der heutige Profi-Pfeilwerfer aufwuchs, sei damals ein kleiner Junge namens Gian viel zu früh gestorben, verriet Westerman.

"Das hat in der Nachbarschaft einen bleibenden Eindruck hinterlassen, und so beschlossen seine Eltern, ihren eigenen Sohn Gian zu rufen, damit dieser Junge niemals vergessen wird", erzählte der niederländische Experte.

Das außergewöhnliche Andenken stehe dabei sinnbildlich für den Charakter des Shootingstars, der im vergangenen Jahr einen steilen Aufstieg am Board erlebte. "Was hat er uns für Freude bereitet", so Westerman. "Und dann spielt er im WM-Finale."

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Im Finale der Darts WM verlor Gian van Veen (23, l.) gegen Luke Littler (18), aber der Niederländer kann trotzdem auf ein ausgezeichnetes Jahr zurückblicken.  © Dave Shopland/AP/dpa

Dort musste sich der 23-Jährige zwar deutlich mit 1:7 gegen Titelverteidiger Luke Littler (18) geschlagen geben, aber van Veen nahm die Abreibung gefasst hin und fand anschließend sehr lobende Worte für seinen Gegner.

"Er hat hervorragend darauf reagiert. Er nahm die Niederlage an. Alles an ihm passt einfach: sein Charakter und seine Darts", schwärmte der Kommentator.

Nach seinem rasanten Aufstieg in die Weltspitze und der bärenstarken Weltmeisterschaft feiert der Youngster dieses Jahr auch sein Premier-League-Debüt, wie die PDC am Montag bekanntgab.

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