London (England) - Stephen Bunting (40) gehört seit Jahren zur absoluten Darts-Elite, aber viele große Titel konnte "The Bullet" trotzdem noch nicht einsammeln. Ist der Engländer für den letzten Schritt einfach zu nett? Das mutmaßt zumindest die Fußball-Legende John Terry (45) – und rät ihm künftig zum Griff in die Trickkiste.
"Er wirkt auf mich wie der netteste Mensch, dem man je begegnen wird. Aber wenn ich Darts schaue, und ihn speziell, dann möchte ich etwas mehr Biss sehen", sagte der frühere Innenverteidiger in der neuesten Ausgabe des "Double Tops"-Podcasts.
Die Chelsea-Ikone ist sicherlich ein Mann vom Fach, wenn es um Methoden an der Grenze zum Unerlaubten geht. Während seiner 20-jährigen Karriere auf dem Platz nervte er Angreifer liebend gern mit schonungslosem Einsatz und Psychospielchen. Die soll auch der Pfeilwerfer für sich "nutzen".
"Stell dich einfach mal jemandem in den Weg oder erzwinge etwas, um jemanden aus seinem Spiel zu holen", gab er daher seinem Landsmann Bunting mit auf den Weg. "Er ist so nett, dass sich niemand mit ihm anlegt."
In der Premier League wartet die Nummer sechs der Welt aktuell noch auf die ersten Punkte, zuletzt flog Bunting in Glasgow gleich im ersten Spiel gegen Gian van Veen (23) raus. Um das schnellstmöglich zu ändern, soll sich der 40-Jährige mal seiner "dunklen Seite" ergeben, so Terry.
John Terry wünscht sich einen "gemeineren" Stephen Bunting
"Denk dir: Wie kann ich meinen Walk-on nur einen Tick länger dauern lassen?", schlug der Ex-Fußballprofi vor. "Oder im ersten Leg lasse ich 'aus Versehen' meine Darts fallen."
Unfair fand der 45-Jährige seine Empfehlungen keinesfalls: "Warum sollte man das nicht versuchen? Wenn jemand gut im Rhythmus ist, wie willst du den dann durchbrechen? Du musst irgendwie reagieren", erklärte Terry.
Er forderte: "Ich will einen gemeineren Stephen Bunting sehen!"
Ob sich der Masters-Sieger von 2024 die Ratschläge wirklich zu Herzen nehmen wird, könnten seine Fans schon am Donnerstagabend zum vierten PL-Spieltag in Belfast erfahren.