Hannover - Beim Sieger-Interview blieb Sophie Leupold (27) ähnlich souverän wie in den 1:41.88 Minuten kurz zuvor, als sich die Pirnaerin im Coastal Rowing bei den Finals in Hannover den Deutschen Meistertitel sicherte.
"Wir machen erstmal Schritt für Schritt! Erst dieses Jahr, holen die Quali für die Nationalmannschaft und gucken, dass wir da bei EM und WM ordentlich abschneiden. Erst die Boote für Olympia qualifizieren", stellte Leupold den ARD-Kommentator kalt.
Der fragte nämlich ziemlich schnell nach den Zielen bei den Olympischen Spielen in zwei Jahren. In Los Angeles feiert Coastal Rowing seine olympische Premiere. Aber Leupold blieb gedanklich im Steinhuder Meer in Niedersachsen.
Sie sei "einfach erleichtert", so die 27-Jährige: "Letzte Woche lief nicht ganz so gut in der Vorbereitung, weil ich ein bisschen krank war. Deswegen wusste ich nicht, was hier geht. Aber ich bin sehr happy."
Ihr Pirnaer Team-Kollege Franz Werner (25) vielleicht nicht ganz so. Der 25-Jährige landete mit 1:32.08 Minuten satte 3,45 Sekunden hinter dem Berliner Moritz Wolff (26) auf Platz zwei.
Im Vorjahr bei den Finals in Dresden war die Reihenfolge noch genau andersherum.
Gemeinsam holten Pirnas Ruder-Asse eine weitere Medaille
Werner und Leupold haben jedenfalls gute Chancen, in zwei Jahren bei der Premiere in Long Beach dabei zu sein.
Dort wollen sie "auf alle Fälle" um die Medaillen mitfahren, machte Bundestrainer Adrian Bretting (37) in der ARD klar.
Die beiden Pirnaer haben gezeigt, dass sie welche holen können - auch wenn es im Mixed-Wettbewerb "nur" für Silber reichte.
Im Finale kam der "Pirna-Express" um Werner und Leupold mit 5,11 Sekunden Rückstand hinter Franz Friedhelm Cherubim (25, Leipzig) und Judith Guhse (24, Rendsburg) ins Ziel.
Für Leupold aber überwiegt mit Blick auf ihre Medaillen und die Spiele in LA die Freude: "Ich finde es megacool, dass so neuen dynamischen Sportarten eine Bühne gegeben wird. Einfach klasse!"