Ganz wichtiger Sieg! DSC-Kapitänin Janiska wird bei Krimi zur Matchwinnerin

Lodz/Dresden - Das war ein richtiger Krimi! Die deutschen Volleyball-Frauen haben sich bei der WM in Polen nach vier Niederlagen in Serie den enorm wichtigen Sieg gegen Thailand gesichert. Das Team von Bundestrainer Vital Heynen setzte sich am Mittwoch mit 3:1 (25:19, 25:22, 18:25, 25:23) durch.

Jennifer Janiska war nicht nur in der Annahme eine Bank, sondern sorgte in der entscheidenden Phase auch für die wichtigen Punkte.
Jennifer Janiska war nicht nur in der Annahme eine Bank, sondern sorgte in der entscheidenden Phase auch für die wichtigen Punkte.  © Volleyballworld

Dabei war es Kapitänin Jennifer Janiska, die im vierten Satz ihre Führungsrolle voll ausführte und einen erneuten Tiebreak wie gegen Kanada gemeinsam mit ihrem Team verhinderte.

Der dritte Sieg im Turnier war elementar wichtig, um sich eine Minimalchance auf das Viertelfinale noch zu erhalten. Top-Scorerin war Ex-DSC-Mittelblockerin Camilla Weitzel mit 18 Zählern, Janiska brachte es insgesamt auf zehn.

Im Vorfeld war klar, dass Deutschland viel Druck in Aufschlag und Angriff gegen die nicht gerade groß gewachsenen, dafür aber technisch und kämpferisch starken Thailänderinnen benötigt.

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Nach einer ausgeglicheneren Anfangsphase, setzte das Heynen-Team die Vorgaben immer besser um, erspielte sich einen 17:11-Vorsprung. Im Vergleich zum bisherigen Turnier setzte Zuspielerin Pia Kästner auch öfter auf den "Pipe" (Hinterfeldangriff), der erfolgreich war.

Kurze Aufregung gab es beim 23:16, als die Schiedsrichter der eingewechselten Kimberly Drewniok vorwarfen, zu früh losgelaufen zu sein, Heynen war außer sich. Er sah die Gelbe Karte, die aber keine Konsequenzen hatte.

Hanna Orthmann nutzte den ersten Satzball zum 25:19. Im zweiten Durchgang zeigten die deutschen Frauen eine starke kämpferische Leistung. Denn durch zu viele Eigenfehler geriet das Heynen-Team zunächst mit 10:14 in Rückstand.

Volleyball-WM: Deutschland führt 2:0, baut dann den Gegner mit Eigenfehlern aber wieder auf

Jennifer Janiska (r.) jubelt mit Zuspielerin Pia Kästner.
Jennifer Janiska (r.) jubelt mit Zuspielerin Pia Kästner.  © Volleyballworld

Ein Block der eingewechselten Lena Stigrot, ein Ass von Lina Alsmeier, die dieses Mal von Beginn an ran durfte, ein weiterer Block von Kästner und ein Punkt von Stigrot stellten auf 14:14. Von da an war die Mannschaft wieder hellwach und der Trainer hatte dieses Mal ein besseres Händchen als am Vorabend gegen die Türkei.

Beim 23:21 wechselte er die Dresdnerin Monique Strubbe zur Blockverstärkung ein und sie tat, wofür sie reinkam: zum 24:21 blocken! Den zweiten Satzball nutzte das Team dann zur 2:0-Satzführung.

Der Trainer befürchtete am Mikrofon in der Satzpause "irgendetwas wird noch passieren" und hatte damit wohl bereits eine Vorahnung für das, was kam. Denn erneut war das deutsche Spiel zu fehlerhaft, das Team lag mit 4:7 zurück, als der Coach die erste Auszeit nahm.

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Die zweite folgte bald beim 7:12, denn Thailand war auf dem besten Wege, sich durch tolle Aktionen aus einer guten Abwehr heraus in einen kleinen Rausch zu spielen. Das DVV-Team konnte das nicht verhindern, lag mit 15:19 zurück und gab den Satz mit 18:25 ab.

Im vierten Satz riss Janiska das Heft des Handelns an sich, führte ihr Team nicht nur emotional an, sondern steuerte ganz wichtige fünf Zähler bei. Nach einer Achterbahnfahrt mit einer 20:15-Führung und einem knappen 23:22 sorgte die Dresdnerin für die entscheidenden zwei Punkte zum so wichtigen Sieg.

Titelfoto: Volleyballworld

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