Extremsportler Arda Saatçi will 600 Kilometer in 4 Tagen laufen: So waren die ersten Stunden
Los Angeles (USA) - Etwas mehr als ein Drittel der Zeit, die Extremsportler Arda Saatçi (28) noch bleibt, um aus dem Death Valley bis an den Santa Monica Pier zu laufen, ist vorbei. Das ist in den vergangenen 36 Stunden der Cyborg Season 2026 passiert.
"Der erste Tag war schwerer als ich gedacht habe." Das waren die einleitenden Worte des selbsternannten "Cyborgs" nach den ersten 24 Stunden auf seiner Odyssee aus dem Tal des Todes.
Der Beginn seiner Strecke strotzt nur so von Höhenmetern und genau die verlangen Arda im Zusammenspiel mit der extremen Hitze einiges ab. Doch knapp 14 Stunden nach dem Startschuss erreichte der Extremsportler um 1.26 Uhr (Ortszeit) den ersten Meilenstein von 100 Kilometern - das Ganze muss er jetzt "nur" noch fünf weitere 100-Kilometer-Abschnitte absolvieren.
Aktuell (Stand 7. Mai, 8.30 Uhr) befindet sich der Extremsportler bei Kilometer 214. Im Durchschnitt rennt er, inklusive Pausen, einen Kilometer in zehn Minuten und 13 Sekunden. Mit dieser "Pace" würde der 28-Jährige seine Zielzeit knapp verfehlen, doch dieser Rückstand ist in Wahrheit kein großes Problem.
Um Energie zu sparen und die Muskeln, insbesondere die Oberschenkelmuskulatur, nicht zu überbeanspruchen, geht der Ultraläufer den Großteil der steilen Bergaufpassagen. Zwar spart er dadurch ordentlich Energie, jedoch verliert er gleichermaßen Zeit.
Der letzte Teil der Strecke geht jedoch größtenteils bergab - hier wird sich zeigen, ob Arda die verlorene Zeit wieder rauslaufen kann. Seine Fans haben daran aber keine Zweifel.
Über alle Kanäle hinweg schauen zeitweise mehr als 150.000 Menschen dem Berliner zu, wie er sich der wohl härtesten Herausforderung seines Lebens stellt.
Plötzlich kam ein ganz besonderer Anruf
Am Mittwoch gegen 13.45 Uhr Ortszeit (22.45 Uhr deutscher Zeit) kündigten die beiden Kommentatoren René und Okan Akbalik den Livezuschauern eine "Überraschung" für den in der Mittagshitze leidenden Arda an.
Zur vollen Stunde klingelte plötzlich das Handy des Extremsportlers. Am anderen Ende der Leitung war niemand Geringeres als der Kapitän der türkischen Nationalmannschaft Hakan Çalhanoğlu (32).
Der Mittelfeldmotor von Inter Mailand erkundigte sich, wie es Arda, der selbst türkische Wurzeln hat, geht und fand ein paar motivierende Worte für den Extremsportler. Mit den Worten "Viel Glück, wir sind bei dir. Inshallah (arabisch für "So Gott will", Anm. d. Red.) wirst du es schaffen", verabschiedete sich der Nationalspieler von dem Berliner.
Titelfoto: Fotomontage: Daniel Gracanin / Red Bull Content Pool, Cameron Moon / Red Bull Content Pool
