Ältester Nationaltrainer nach Zusammenbruch in Uni-Klinik eingeliefert
Bukarest (Rumänien) - Mit seinen 80 Jahren ist Mircea Lucescu der älteste Nationalcoach der Fußballgeschichte. Nun herrscht große Sorge um den Trainer der rumänischen Nationalmannschaft. "Il Luce", wie er genannt wird, musste Medienberichten zufolge nach einem Zusammenbruch in ein Krankenhaus gebracht werden und wird dort stationär behandelt.
Der Job-Nomade mit über einem Dutzend Klub-Stationen habe sich während einer Besprechung vor der Abreise zum Testspiel in die Slowakei unwohl gefühlt, erklärte der Verband in einer offiziellen Mitteilung.
"Das rasche Eingreifen des medizinischen Personals ermöglichte es, den Trainer schnell zu stabilisieren."
In stabilem Zustand sei er anschließend ins Universitätsklinikum nach Bukarest gebracht worden, wo er sich "diagnostischen Untersuchungen sowie therapeutischen Maßnahmen" unterziehe.
Assistenztrainer Ionel Gane (54) werde die Mannschaft beim Test am morgigen Dienstag in Bratislava betreuen, teilte der Verband zudem mit.
Lucescu hatte am vergangenen Donnerstag mit seiner Mannschaft die Teilnahme an der WM 2026 verpasst, zugleich aber mit 80 Jahren und 240 Tagen beim 0:1 im Play-off-Halbfinale in der Türkei den Altersrekord von Otto Pfister (80 Jahre, 123 Tage) gebrochen.
Meisterschaften, Pokale und UEFA-Cup: Trainer-Legende Lucescu feierte schon große Erfolge
Näheres zu Lucescus Gesundheitszustand ist nicht bekannt: "Wir melden uns mit weiteren Details zurück, sobald neue Informationen vorliegen", gab der Verband abschließend bekannt.
Der Trainer ist seit über 50 Jahren als Chefcoach aktiv. Zu seinen Stationen zählen unter anderem der heimische Traditionsverein Rapid Bukarest (1997–1998), Italiens Top-Klub Inter Mailand (1998–1999) und der türkische Rekordmeister Galatasaray Istanbul (2000-2002).
Die längste und erfolgreichste Zeit seiner Karriere verbrachte er in der Ukraine. Bei Schachtar Donezk war er von 2004 bis 2016 tätig und gewann in dieser Zeit acht Meisterschaften, sechs Pokale und den UEFA-Cup 2009.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
