Brisantes Drittliga-Derby: Saarbrücken-Fans stellen Sarg und Kreuze in Kaiserslautern auf

Kaiserslautern - Der 32. Spieltag in der 3. Liga wirft seine Schatten voraus!

Kann Trainer Marco Antwerpen (49, M.) den 1. FC Kaiserslautern vorm Abstieg in die Regionalliga Südwest retten?
Kann Trainer Marco Antwerpen (49, M.) den 1. FC Kaiserslautern vorm Abstieg in die Regionalliga Südwest retten?  © Uwe Anspach/dpa

Vor dem Südwest-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Saarbrücken am Samstag (14 Uhr/Magenta, SR und SWR) haben die Gäste ihren kommenden und akut abstiegsbedrohten Gegner schon symbolisch begraben.

Anhänger der Saarländer stellten offenbar am späten Mittwochabend bzw. in der Nacht zu Donnerstag vor einem Zaun des Trainingsgeländes der Roten Teufel mindestens 20 kleine Grabkreuze mit dem Austragungstag der Begegnung (17.04.2021) und der Aufschrift "Tod und Hass dem FCK" auf.

An einem großen und am Zaun aufgehängten schwarzen Banner stand zudem in weißen Buchstaben: "Schutt & Asche - Fritz Walter schämt sich für eure große Klappe. Anti KL" geschrieben.

Dem gastgebenden Tabellenachtzehnten - Kaiserslautern - und den 70 Kilometer weit anreisenden Ligafünften - Saarbrücken - trennen nach 31 Partien satte 18 Punkte. Und das, obwohl der FCS als Aufsteiger in die Saison gegangen war.

Betze Supporters: "Ihr zieht Fritz Walter in den Dreck!"

Hinspiel zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken endete mit einem 1:1-Unentschieden

Die letzte Attacke auf Kaiserslautern: Erst vergangenen Samstag wurde der Mannschaftsbus der Roten Teufel beim Auswärtsspiel in Lübeck beschmiert.
Die letzte Attacke auf Kaiserslautern: Erst vergangenen Samstag wurde der Mannschaftsbus der Roten Teufel beim Auswärtsspiel in Lübeck beschmiert.  © Roland Kenzo/Agentur Lobeca/dpa

Im Hinspiel hatten sich die beiden Vereine 1:1-Unentschieden getrennt. Saarbrücken war damals sogar Spitzenreiter, Lautern immerhin Vierzehnter. Gute Vorzeichen: Der Team von Trainer Marco Antwerpen (49) blieb zuletzt viermal in Serie ungeschlagen, Lukas Kwasnioks (39) Klub auswärts aber auch fünfmal hintereinander.

Während die Saarländer als bester Aufsteiger der Saison mit neun Zählern Rückstand bei sieben ausstehenden Spielen nur noch eine geringe Chance auf den Durchmarsch in die 2. Bundesliga haben, muss der FCK drei Punkte hinter dem rettenden Ufer liegend um den Verbleib in der Drittklassigkeit bangen.

Nicht ausgeschlossen, dass es im geschichtsträchtigen Fritz-Walter-Stadion am Betzenberg in der kommenden Saison nur noch Viertligafußball in der Regionalliga Südwest und Gegner wie FK Pirmasens, TuS Rot-Weiß Koblenz oder den Bahlinger SC zu "bewundern" gibt.

Titelfoto: Twitter/_adriga

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