Nach Pleite gegen 1860 München: Ingolstadt schmeißt Capretti raus

Ingolstadt - Es war abzusehen: Der FC Ingolstadt hat einen Tag nach der Pleite gegen 1860 München Trainer Guerino Capretti rausgeschmissen.

Nach nur zwei Monaten muss er wieder gehen: Der FC Ingolstadt hat sich am Dienstag von Trainer Guerino Capretti (41) getrennt.
Nach nur zwei Monaten muss er wieder gehen: Der FC Ingolstadt hat sich am Dienstag von Trainer Guerino Capretti (41) getrennt.  © IMAGO / Stefan Bösl

Wie der Verein am Dienstag auf seiner Homepage mitteilte, wurde der 41-Jährige sofort von seinen Aufgaben entbunden.

"Rino hat Anfang Februar das Team übernommen und unter nicht einfachen Umständen versucht, den Turnaround zu schaffen. Dies ist leider nicht gelungen und wir haben weiter an Boden verloren", erklärt Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer (59) die Personal-Entscheidung.

In zehn Spielen hatte Capretti mit der Mannschaft nur einen einzigen Sieg am 18. Februar in Saarbrücken gefeiert. Neben einem 1:1-Unentschieden gegen Rot-Weiß Essen standen dem acht Niederlagen gegenüber.

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Zuletzt befanden sich die "Schanzer", die eigentlich aufsteigen wollten, in der 3. Liga immer weiter im freien Fall und sind nur noch auf Tabellenplatz 14 zu finden.

Aktuell beträgt der Abstand zum ersten direkten Abstiegsplatz sechs Zähler.

Guerino Capretti ging bei Dynamo Dresden als "Sieglos-Trainer" in die Geschichte ein

An der Seitenlinie war er stets aktiv, für mehr als einen Sieg hat es aber nicht gereicht. Guerino Capretti (41) muss nach nur zehn Spielen beim FC Ingolstadt gehen.
An der Seitenlinie war er stets aktiv, für mehr als einen Sieg hat es aber nicht gereicht. Guerino Capretti (41) muss nach nur zehn Spielen beim FC Ingolstadt gehen.  © IMAGO / Zink

"Nach zuletzt sechs Niederlagen und lediglich vier Punkten aus zehn Spielen, befinden wir uns aktuell in einem Schlüsselmoment, in dem wir alles daransetzen werden, die Kurve zu bekommen, um nicht weiter in den Abstiegsstrudel zu geraten. Aufgrund der sportlichen Talfahrt müssen wir handeln, um schnellstmöglich Punkte einzufahren und das Team wieder in die Erfolgsspur zu bringen", führte Beiersdorfer weiter aus.

Der Klub will zeitnah eine neue Trainer-Lösung präsentieren. Vorerst übernimmt Co-Trainer Maniyel Nergiz (39) die Einheiten.

Am Ostersonntag hat Ingolstadt mit dem Auswärtsspiel beim SV Meppen schon ein erstes Endspiel gegen den Abstieg vor der Brust. Meppen ist aktuell mit nur 24 Zählern Tabellenletzter, da ist ein Sieg für die "Schanzer" Pflicht.

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Für Capretti dürfte es jetzt richtig schwer werden, einen neuen Job zu finden. Vor seinem Engagement in Ingolstadt ging er als "Sieglos-Trainer" bei Dynamo Dresden in die Geschichte ein.

In zwölf Begegnungen als Chef-Trainer gelang dem Coach mit den Schwarz-Gelben kein einziger Sieg, am Ende stand der Abstieg aus der 2. Bundesliga nach der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Titelfoto: IMAGO / Stefan Bösl

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