"Etwa 50 Meter" entfernt von ihm schlägt Bombe ein: Ex-Bundesligaprofi erlebt Flughafen-Albtraum

Dubai - Für Blagoj Georgiew (44) wurde der Malediven-Urlaub plötzlich zum Albtraum: Der frühere Bundesligaprofi des MSV Duisburg fürchtete am Flughafen in Dubai gar um sein Leben.

Blagoj Georgiew (heute 44) spielte in der Saison 2007/08 für den MSV Duisburg. In 33 Partien erzielte er drei Treffer und bereitete drei weitere vor. (Archivfoto)  © IMAGO / Norbert Schmidt

Wie unter anderem die bulgarische Tageszeitung "24chasa" berichtet, ist der ehemalige Mittelfeldspieler im Arabischen Emirat gestrandet. Aufgrund des Kriegsgeschehens im Nahen Osten stecken im Moment Tausende Reisende in der Stadt fest.

"Als wir von den Malediven zurückkamen, landeten wir in Dubai und sollten von dort weiter nach Bulgarien fliegen", erklärte Georgiew seine Lage. "Wir saßen vier bis fünf Stunden im Flugzeug, dann wurden wir rausgeschmissen, alle Flüge wurden gestrichen."

Der Iran hat bei seinen Angriffen auch die eigentlich sicheren Luxus-Urlaubsziele auf der Arabischen Halbinsel ins Visier genommen, der Flughafen Dubai hat den Betrieb eingestellt, der Luftraum ist zu.

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"Auf dem Weg zum Hotel explodierte eine Bombe direkt neben uns, etwa 50 Meter entfernt. Die Lage ist ernst", verriet der 44-Jährige. "Wenn die Angriffe beginnen, ertönt ein Signal, und alle suchen Schutz."

Inzwischen hängt Georgiew schon drei Tage in einem Hotel fest. Vor allem die große Ungewissheit mache ihm und anderen Reisenden zu schaffen. "Niemand wusste, was zu tun war. Das größte Problem ist der Informationsmangel. Niemand sagt klar, was, wann und warum passiert."

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Blagoj Georgiew macht sich Sorgen

Die Flieger am Dubai International Airport stehen derzeit aufgrund der Kriegslage still.  © GIUSEPPE CACACE / AFP

Der frühere Fußballprofi, der in der Saison 2007/08 in Deutschland beim MSV spielte und später mit Roter Stern Belgrad das serbische Double gewann, habe auch schon mit dem bulgarischen Botschafter gesprochen.

Allerdings sei ihm überall dieselbe Antwort aufgetischt worden: Er und alle anderen müssten abwarten.

"Am Sonntagabend hieß es, die Nacht werde kritisch. Vor zehn Minuten sind vier oder fünf laute Explosionen zu hören gewesen", erzählte Georgiew. "Ich bin besorgt, aber nicht panisch. Das Ungewisse – das ist es, was einen quält."

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Sein Hotel kann der Ex-Fußballer im Moment nicht verlassen. Zwar würde niemand aktiv daran gehindert werden, aber die örtlichen Behörden raten dringend davon ab.

"Alle wollen so schnell wie möglich nach Hause. Das ist kein Urlaub mehr. Es fühlt sich an, als säße man fest", beschrieb er die verzwickte Situation.

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