Fan-Proteste schuld an Horror-Verletzung? Bundesliga-Boss mit hartem Kommentar

Frankfurt am Main - Die weiterhin stattfindenden Fan-Proteste gegen den Einstieg eines Investors in die deutschen Fußball-Profiligen sind nach wie vor ein brisantes Thema. In einem RTL-Nachtjournal-Spezial äußerte sich am heutigen Mittwoch Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (43) zur Thematik.

Eintracht-Stürmer Sasa Kalajdzic (26, l.) verletzte sich beim Spiel beim SC Freiburg schwer. Einen Tag später stellte sich heraus, dass er sich erneut das Kreuzband gerissen hatte.
Eintracht-Stürmer Sasa Kalajdzic (26, l.) verletzte sich beim Spiel beim SC Freiburg schwer. Einen Tag später stellte sich heraus, dass er sich erneut das Kreuzband gerissen hatte.  © Tom Weller/dpa

Im rund 15-minütigen Gespräch mit RTL-Reporter Felix Görner (57) wartete der Transfer-Strippenzieher der Frankfurt direkt mit einer gewagten Vermutung auf. Im Spiel der SGE beim SC Freiburg (3:3) verletzte sich Angreifer Sasa Kalajdzic in der 10. Spielminute schwer, zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Nur wenige Minuten zuvor war die Partie aufgrund von auf den Rasen fliegenden Bonbons für mehrere Minuten unterbrochen worden. Für Krösche lag ein Zusammenhang zwischen der Horror-Verletzung und dem protestbedingten Stopp zumindest nahe.

"Ich glaube, dass es dem Spiel nicht guttut", merkte der 43-Jährige zunächst allgemein zu den Protesten an und ergänzte direkt: "Wir hatten jetzt auch so eine Situation, in der sich Sasa Kalajdzic nach solch einer Pause verletzt hat. Weil der Rhythmus rausgeht und letztendlich dem Spiel nicht guttut."

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Ob eine derart schwere Verletzung wie im Falle des 26-jährigen Österreichers in direkten Zusammenhang mit einer Spielunterbrechung gebracht werden kann, darf hinterfragt werden.

Dennoch sagte Krösche, dass es jeder Gruppierung selbst überlassen sei, welche Meinung sie vertrete. Bei den Frankfurter Ultras gab es bislang noch keine Anti-Investoren-Aktionen - ein Umstand, den Krösche im Interview wohlwollend erwähnte.

Eintracht-Sportdirektor Markus Krösche sieht Spielrhythmus wegen Investoren-Protesten gefährdet

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (43, r.) äußerte sich gegenüber RTL durchaus contra der derzeit stattfindenden Investoren-Proteste in der Bundesliga.
Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (43, r.) äußerte sich gegenüber RTL durchaus contra der derzeit stattfindenden Investoren-Proteste in der Bundesliga.  © Arne Dedert/dpa

Im Allgemeinen plädierte der gebürtige Hannoveraner für ein baldiges Ende der Proteste. Angesprochen auf seine persönliche Zukunft wies er etwaige Gerüchte um einen Wechsel zum BVB komplett von sich. Viel eher wolle er sich auf die spannende Aufgabe Eintracht Frankfurt weiter konzentrieren.

Ein wichtiger nächster Meilenstein, um den Erfolgsweg weiter zu bestreiten, soll das Weiterkommen in den Europa-Conference-League-Playoffs gegen Union Saint-Gilloise sein, die man nach dem 2:2 im Hinspiel am morgigen Donnerstag (21 Uhr) im Deutsche Bank Park empfängt.

Titelfoto: Montage: Tom Weller/dpa, Arne Dedert/dpa

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