Am Freitag geht's los: Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Start der 2. Bundesliga

Köln - Wie jedes Jahr startet die 2. Fußball-Bundesliga (ab Freitag) schon vor der Bundesliga (ab 28. August) in die neue Saison. Der SID beantwortet die wichtigsten Fragen zur Saison 2026/27.

Budu Zivzivadze (32) ist mit Heidenheim aus der Bundesliga abgestiegen und mischt jetzt wieder in der 2. Bundesliga mit.  © Alexandra BEIER / AFP

Was steht an?

Die 2. Bundesliga geht in ihre 53. Spielzeit. Hertha BSC bestreitet zum zweiten Mal in Folge das Auftaktspiel, das Team von Trainer Stefan Leitl ist am Freitag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) zu Gast beim VfL Bochum. Im ersten Topspiel am Samstagabend (20.30 Uhr/RTL und Sky) muss Absteiger VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Kaiserslautern ran.

Wer ist neu?

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Zum ersten Mal seit 2019 sind drei Klubs aus der Bundesliga abgestiegen: Der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli kehren nach drei bzw. zwei Jahren in die 2. Liga zurück. Wolfsburg spielt zum ersten Mal nach 29 Jahren wieder zweitklassig.

Aus der 3. Liga kommen der VfL Osnabrück und Energie Cottbus dazu. Bei vier der 18 Klubs haben in der Sommerpause neue Trainer die Verantwortung übernommen: Tobias Strobl (36, Wolfsburg), Marcel Rapp (47, St. Pauli), Oliver Kirch (43, Arminia Bielefeld) sowie Maximilian Senft (36, Karlsruher SC).

Was ist besonders?

Mit dem Aufstieg von Schalke 04 ist im Gegensatz zum Vorjahr (Hamburger SV und 1. FC Köln) nur ein Traditionsklub aufgestiegen. Dennoch verweilen 2026/27 sechs der 16 Bundesliga-Gründungsmitglieder in der 2. Liga. 24 deutsche Meistertitel gehen auf das Konto der aktuellen Zweitliga-Klubs. Besonders ist die Liga seit einigen Jahren durch ihren Überraschungscharakter: Aufstiegskandidaten kämpfen im Tabellenkeller, vermeintliche Underdogs um die Spitzenposition.

Vereine wie der VfL Bochum und Hannover 96 stehen ebenso unter Zugzwang wie Hertha BSC - die Berliner haben unter anderem Schlüsselspieler Fabian Reese (28) an Wolfsburg verloren.

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2. Bundesliga: Das sind die neuen Regeln ab der Saison 2026/27

In Sachen VAR gibt es ab der kommenden Saison einige neue Regelungen, die bei der WM bereits Anwendung fanden.  © FILIPE AMORIM / AFP

Wer steigt auf, wer ab?

Noch am vorletzten Spieltag kämpften im Vorjahr acht Teams um den Klassenerhalt, drei um den direkten Aufstieg. Tendenziell schwer haben es die Neulinge aus der 3. Liga - die letztjährigen Aufsteiger (Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld) blieben allerdings zweitklassig.

Zuletzt mehrfach knapp gerettet hat sich Eintracht Braunschweig, Sky-Experte Simon Terodde (38) nennt die SpVgg Greuther Fürth als weiteren Abstiegskandidaten. Und Richtung Bundesliga? Da sieht Terodde den VfL Wolfsburg nach vielen "gezielten Transfers" als "absoluten Topfavoriten". Auch St. Pauli und Heidenheim wollen zurück in die Bundesliga.

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Gibt es neue Regeln?

Einige. Fußballfans kennen die neu eingeführten Regeln bereits von der WM. So sollen bei Abstößen und Einwürfen künftig Fünf-Sekunden-Countdowns verwendet werden, bei Auswechslungen haben Spieler zehn Sekunden Zeit, den Platz zu verlassen.

Auch die einminütige Pause nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung wird eingeführt. Zudem darf der VAR ab 2026/27 bei ungerechtfertigten Gelb-Roten Karten sowie Verwechslungen eingreifen, der Schiedsrichter wiederum keine Torchancen-Vereitelungen mehr bestrafen, wenn aus dem gegebenen Vorteil ein Treffer entsteht. Noch ungewiss ist die Übernahme von VAR-Eingriffen bei zu Unrecht vergebenen Standardsituationen sowie die Bestrafung bei Bedecken des Mundes in der konfrontativen Kommunikation.

Wie sind die Eckdaten?

Die Hinrunde zieht sich diese Saison bis ins neue Jahr, der 17. Spieltag endet am 16. Januar. Die Rückrunde beginnt eine Woche später. Eine Weihnachtspause gibt es zwischen dem 21. Dezember und dem 14. Januar. Am letzten Spieltag am 23. Mai werden alle neun Partien wie gewohnt parallel um 15.30 Uhr ausgetragen. Ende September/Anfang Oktober kommt eine zweiwöchige, im November eine einwöchige Länderspielpause hinzu. Erstmals seit drei Jahren gibt es im März zudem eine Englische Woche.

Wo sind die Spiele zu sehen?

Alle 306 Spiele laufen beim Pay-TV-Sender Sky, ebenso die Konferenzen. Wie schon in der Vorsaison gibt es einzelne Spiele zudem im Free-TV.

Das Topspiel am Samstagabend (20.30 Uhr) wird fest bei RTL und Nitro zu sehen sein. Zudem zeigt der Sender durch die Übernahme von Sky Sport RTL die erste Sonntagskonferenz live im Free-TV. Bei Sat.1 gibt es das Eröffnungsspiel sowie die Relegationsspiele.

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