Hertha will klettern: Leitl fordert Maximum trotz Mittelfeld-Notstand

Von Thomas Flehmer

Magdeburg - Trainer Stefan Leitl von Hertha BSC will trotz des endgültig geplatzten Aufstiegstraums die Saison in der 2. Fußball-Bundesliga nicht austrudeln lassen.

Hertha-Coach Stefan Leitl will trotz Platz sechs noch Punkte holen und geht mit Selbstvertrauen ins Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg. (Archivfoto)  © Andreas Gora/dpa

"Wir können immer noch einen Platz klettern. Solange wir die Möglichkeit haben, wollen wir das tun", sagte der 48-Jährige vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Hertha steht mit 48 Punkten auf dem sechsten Rang, drei Zähler hinter dem Fünften Darmstadt 98.

Gegen Magdeburg, das als 16. in höchster Abstiegsgefahr schwebt, ist für Leitl die 0:2-Heimniederlage in der Hinrunde aber Ansporn genug, den Spieß umzudrehen: "Wir versuchen, das Maximale zu holen. Wir sind immer noch die zweitbeste Auswärtsmannschaft."

"Insofern reisen wir mit viel Selbstvertrauen nach Magdeburg."

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Hertha BSC: Kennet Eichhorn und Paul Seguin fallen in Magdeburg aus

Kennet Eichhorn (16, l.) fällt beim Spiel in Magdeburg aus. (Archivfoto)  © Andreas Gora/dpa

Dabei muss Leitl in Magdeburg die Sechser-Reihe neu aufstellen. Kennet Eichhorn und Paul Seguin sind gesperrt. Besonders der 31-jährige Seguin ärgerte sich, in seiner Heimatstadt nicht auflaufen zu dürfen. Daneben fehlt Boris Mamuzah Lum, der sich am vergangenen Wochenende bei der U23 verletzt hatte und für den die Saison vorzeitig beendet ist.

Kevin Sessa und Pascal Klemens gelten als aussichtsreiche Kandidaten für die Posten vor der Abwehr. Auch Diego Demme und Leon Jensen wären Optionen.

Nach Magdeburg stehen mit der SpVgg Greuther Fürth daheim und zum Abschluss Arminia Bielefeld zwei weitere abstiegsgefährdete Mannschaften auf dem Programm. "Es ist immer schwieriger, gegen Mannschaften, bei denen es um etwas geht, zu spielen. Dort geht es um Existenzen, um in der Liga zu bleiben. Das schärft die Sinne und das Gemeinschaftsgefüge", sagte Leitl.

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In der Hinrunde schmolzen gegen das Trio mit einer Niederlage und zwei Remis die Chancen, bis zum Jahreswechsel an die Aufstiegsplätze heranzukommen.

Leitl sieht sein Team trotz der 0:1-Heimniederlage gegen Holstein Kiel am vergangenen Samstag aber spielerisch auf einem guten Weg, dieses Mal mehr Punkte zu erkämpfen.

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