Fan-Chaos bei Champions-League-Finale: Jürgen Klopps Familie war in Gefahr!

Paris - Tumulte und über 100 Festnahmen: Die Einlassprobleme vor dem Finale der Champions League zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid überschatteten nicht nur die Geschehnisse auf dem Rasen, sondern betrafen Jürgen Klopp (55) sogar persönlich. Für den deutschen Trainer rückte dadurch auch die spätere Niederlage in den Hintergrund.

Jürgen Klopp (55, M.) mit seinen Spielern Jordan Henderson (32, l.) und James Milner (36) bei einer Pressekonferenz.
Jürgen Klopp (55, M.) mit seinen Spielern Jordan Henderson (32, l.) und James Milner (36) bei einer Pressekonferenz.  © MANAN VATSYAYANA / AFP

"Ich habe nur wenige getroffen, die Glück hatten. Alle anderen, darunter meine Familie, waren draußen heftigen Kämpfen ausgesetzt", erklärte der 55-jährige Coach im klubeigenen Interview der "Reds".

Vor dem mit Hochspannung erwarteten Endspiel der Königsklasse am 28. Mai wollten sich zahlreiche Liverpool-Fans mit gefälschten Tickets Zugang zum Stade de France verschaffen, woraufhin die französische Polizei die Drehkreuze blockierte.

In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen, Prügeleien und dem Einsatz von Tränengas seitens der Polizei. Der Anstoß verzögerte sich um mehr als eine halbe Stunde, und die Beamten registrierten mehr als 100 Festnahmen und 230 Verletzte.

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Der Erfolgstrainer machte nun erneut die Veranstalter für die Probleme verantwortlich: "Ich denke mittlerweile, dass es klar ist, dass es massiv missorganisiert war. Wer auch immer dafür verantwortlich war, war nicht darauf vorbereitet."

"Meine Familie hat mir vor dem Spiel Nachrichten geschickt, 'Wir sind im Stadion, viel Glück' und so weiter", erzählte Klopp. "Aber das waren sie nicht. Diese Art von Notlügen bekommt man dann erst nach dem Spiel mit."

Niederlage im CL-Endspiel für Jürgen Klopp "das kleinste Problem"

Nicht nur die Geschehnisse auf dem Platz brachten Jürgen Klopp (55, l.) beim Finale der Champions League in Rage.
Nicht nur die Geschehnisse auf dem Platz brachten Jürgen Klopp (55, l.) beim Finale der Champions League in Rage.  © FRANCK FIFE / AFP

Der Premier-League-Vertreter verlor das CL-Finale durch den goldenen Treffer des Tages von Vinicius Junior (21) und die überragenden Paraden von "Blancos"-Keeper Thibaut Courtois (30) letztendlich mit 0:1, veranstaltete im Anschluss der Begegnung aber dennoch eine kleine Party.

Klopps Frau Ulla Sandrock (47) konnte an den Feierlichkeiten allerdings nicht teilnehmen. "Sie war nicht bereit zu feiern", verriet der gebürtige Stuttgarter. Die Vorfälle am Stadion hatten offenbar ihre Spuren hinterlassen.

Angesichts der heftigen Tumulte sei die Endspiel-Pleite "das kleinste Problem gewesen, was wir in dieser Nacht hatten – unglaublich nach einem Champions-League-Finale", ärgerte sich "Kloppo".

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Die Pariser Polizei hatte nach dem Einlasschaos bereits ein "Versagen" eingeräumt und sich bei den Fans entschuldigt. Wie France Info nun berichtet, werde Polizeipräfekt Didier Lallement (65) am 20. Juli seinen Spitzenposten räumen.

Der 65-Jährige stand nicht nur aufgrund des Verhaltens der Einsatzkräfte beim CL-Endspiel in der Kritik, sondern geriet auch nach etlichen Demonstrationen ins Kreuzfeuer.

Titelfoto: FRANCK FIFE / AFP

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