Flaschen-Eklat! Simeone nach verweigertem Handschlag mit Rangnick nass gemacht

Manchester - Dieser Fußball-Coach ist einfach immer "on fire"! Diego Simeone (51) polarisiert, provoziert und liefert oft mehr Schlagzeilen als seine Spieler selbst.

Diego Simeone (51) nahm nach dem Schlusspfiff seine Beine in die Hand, wurde dann mit Getränken beworfen.
Diego Simeone (51) nahm nach dem Schlusspfiff seine Beine in die Hand, wurde dann mit Getränken beworfen.  © Collage: IMAGO / PA Images /Screenshot/ Twitter/ BeinSports

Der Argentinier ist ein brodelnder Vulkan, immer bereit zum Ausbruch. Die Fans lieben oder verabscheuen ihn. Das bekam er am Dienstagabend mal wieder zu spüren.

Doch das dürfte dem Trainer von Atlético Madrid herzlich egal gewesen sein, denn im Champions-League-Achtelfinale knackte er Manchester United im Rückspiel im Old Trafford beim 1:0-Auswärtssieg (Hinspiel 1:1) und damit auch endlich Cristiano Ronaldo (37).

In den Jahren zuvor hatte sich sein Atlético in wichtigen Spielen oft die Zähne am Portugiesen, damals in Diensten von Real Madrid, ausgebissen.

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Gleich fünf Mal scheiterte der Argentinier mit seinem Team in der Champions League an CR7. Nicht so am Dienstagabend!

Das beflügelte den "El Cholo" genannten Coach so sehr, dass er mal wieder mit Schlusspfiff die Beine in die Hand nahm und schneller als Usain Bolt an der Seitenlinie entlang Richtung Katakomben sprintete.

Atlético-Coach Diego Simeone verweigert nicht zum ersten Mal den Handschlag

Ein Bild mit Symbolcharakter: Diego Simeone (51, r.) wendet sich von Ralf Rangnick (63) ab.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Diego Simeone (51, r.) wendet sich von Ralf Rangnick (63) ab.  © IMAGO / Marca

Dabei vergaß er allerdings (mal wieder) die Netiquette und ließ den vergeblich auf den Handschlag wartenden ManU-Trainer Ralf Rangnick (63) einfach stehen.

Das registrierten natürlich die englischen Fans, die ohnehin mega enttäuscht waren, schließlich wähnten sie sich mit Simeone-Schreck Ronaldo schon im Viertelfinale.

Einigen brannten die Sicherungen durch und so flogen beim Sprint in die Kabine die Flaschen und Getränke auf den argentinischen Trainer im hohen Bogen. Der wurde zwar getroffen, setzte seinen Weg in den Tunnel aber unbeeindruckt fort.

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Auf Bildern ist zudem zu sehen, wie einige dem Coach den Stinkefinger entgegenstreckten.

Dass Simeone kein Fan vom fairen Handschlag nach dem Spiel ist, bekam auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (54) im Oktober in der Gruppenphase schon zu spüren. Denn auch da bevorzugte der Argentinier den Sprint in die Kabine. Klopp trug es mit Fassung und wollte anschließend keine große Sache daraus machen.

Das wird wohl auch Rangnick nicht, denn der hat jetzt ganz andere Sorgen, steht nach dem Aus mit ManU heftig in der Kritik. Vereinslegende Paul Scholes meinte nach der Partie beim Sender BT Sport sogar: "Das Allererste, was dieser Verein tun muss, um auch nur annähernd wieder die Meisterschaft zu gewinnen, ist, einen richtigen Trainer zu finden, der für diese Mannschaft arbeitet."

Sätze, die dem Deutschen überhaupt nicht schmecken dürften. Simeone genießt indes seinen Triumph und wartet nun gespannt auf den Viertelfinal-Gegner für sein Team.

Titelfoto: Collage: IMAGO / PA Images /Screenshot/ Twitter/ BeinSports

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