Ungewöhnliche Anstoßzeit! Wieso findet das Champions-League-Finale schon so früh statt?
Budapest (Ungarn) - Am Samstag geht es um die europäische Krone: In Budapest treffen Paris Saint-Germain und der FC Arsenal im Champions-League-Finale aufeinander. Dabei müssen sich Fans auf eine große Änderung einstellen: Das Endspiel wird bereits um 18 Uhr (live im ZDF und bei DAZN) angepfiffen.
Schon seit Jahren fand das Finale erst um 21 Uhr statt. Auch die K.-o.-Spiele werden in der Regel am späten Abend durchgeführt, genauso wie die Finals von Europa League und Conference League.
Doch wer in diesem Jahr für das Endspiel der Königsklasse erst um 21 Uhr den Fernseher einschaltet, bekommt höchstens noch die Siegerehrung zu sehen, denn der Anpfiff wurde um drei Stunden nach vorn verlegt. Aber warum?
"Mit dieser Änderung stellen wir das Fanerlebnis in den Mittelpunkt unserer Planung. Das Finale der UEFA Champions League ist der Höhepunkt der Fußballsaison, und die neue Anstoßzeit wird es für alle Beteiligten noch zugänglicher, integrativer und eindrucksvoller machen", sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin (58) zu der Entscheidung, die der Verband bereits im vergangenen Sommer bei der Auslosung der Gruppenphase publik machte.
Dass die Endspiele der Europa League am 20. Mai und der Conference League am 27. Mai jeweils um 21 Uhr angepfiffen wurden, sah er dabei nicht als Widerspruch.
Champions-League-Finale: UEFA will mit Anpfiff um 18 Uhr Fanerlebnis verbessern
"Während ein Anpfiff um 21 Uhr MEZ für Spiele unter der Woche gut geeignet ist, bedeutet ein früherer Anpfiff am Samstag für das Finale ein früheres Ende – unabhängig von Verlängerung oder Elfmeterschießen – und bietet den Fans die Möglichkeit, den Rest des Abends mit Freunden und Familie zu genießen", führte Čeferin aus.
Man erleichtere durch die Vorverlegung zudem die Abläufe und die Logistik vor Ort, Fans könnten leichter etwa mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadion abreisen.
Auch die Gastgeberstädte sollen profitieren, schließlich können die Zuschauer so noch vor Ort in Bars, Restaurants oder Clubs einkehren.
Und natürlich spielt auch der immer weiter wachsende globale Markt eine Rolle: "Die neue Anstoßzeit entspricht besseren Übertragungszeiten, um das Endspiel weltweit noch mehr Zuschauer/-innen an den Bildschirmen und im Internet zugänglich zu machen."
Titelfoto: Robert Michael/dpa

