Spiel eins nach Katar: Neuling trumpft auf, einem Deutschen gelingt so gut wie nix

Mainz - "Leidenschaft und Überzeugung" hatte Bundestrainer Hansi Flick (58) vor dem Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Peru gefordert. Seine Mannschaft erfüllte diese Vorgaben beim 2:0 gegen die Peruaner vorbildlich und hielt zudem hinten die Null. Einziges Manko am Samstagabend in Mainz - die Chancenverwertung.

Nationalmannschafts-Neuling Marius Wolf (27) gefiel auf der rechten Seite mit gefährlichen Vorstößen und Eingaben.
Nationalmannschafts-Neuling Marius Wolf (27) gefiel auf der rechten Seite mit gefährlichen Vorstößen und Eingaben.  © DPA / Arne Dedert

Ein paar schnelle Tempogegenstöße verbuchten die Peruaner, ohne jedoch richtig zum Abschluss zu kommen. Deutschlands Torwart Marc André ter Stegen (30) fischte sämtliche Eingaben sicher weg.

Seine Vorderleute Matthias Ginter (29) und Nico Schlotterbeck (23) klärten, wo geklärt werden musste. Schlotterbeck schaltete sich zudem mehrfach in die Offensive ein, leitete das 1:0 per Diagonalball ein und holte in Halbzeit zwei einen Elfmeter raus.

Für die Außenverteidiger David Raum (24) und Marius Wolf (27) blieb viel Raum und Zeit für gefährliche Vorstöße.

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Insbesondere Debütant Wolf stach positiv heraus, mit seinen Hereingaben bereitete er mehre Torchancen und den Treffer zum 2:0 vor.

Auf der Doppelsechs gefielen Emre Can (29) und Joshua Kimmich (28) als Taktgeber mit Umsicht. Und dann standen noch vier gelernte Offensivleute im deutschen 4-2-2-2-System auf dem Rasen.

Kai Havertz (23) bereitete das 1:0 überlegt vor. Dass er vom Elfmeterpunkt den Pfosten traf, war glücklose Maßarbeit.

Deutschland gegen Peru: Grundverschiedene Leistungen von Niclas Füllkrug und Timo Werner

Timo Werner (27) unterliefen Stockfehler und im Abschluss war der 27-Jährige glücklos.
Timo Werner (27) unterliefen Stockfehler und im Abschluss war der 27-Jährige glücklos.  © DPA / Arne Dedert

Florian Wirtz (19) gehört die Zukunft, er hätte in Spielminute 20 sein Tor machen müssen, scheiterte aber am peruanischen Keeper. In Erinnerung bleiben ein paar Abspielfehler aber auch eine gekonnte Ablage auf Füllkrug kurz vor der Halbzeit.

Grundverschieden waren jedoch die Leistungen des deutschen Sturmduos. Während Niclas Füllkrug (28) bei seinen zwei Treffern mit Kaltschnäuzigkeit überzeugte und ständig von seinen Mitspielern gesucht wurde, wusste Timo Werner (27) nicht zu gefallen.

Der Leipziger Stürmer lief deutlich ins Abseits (15.), hatte nicht die Ruhe für einen überlegten Abschluss (20.) und vergab freistehend nach einem Eckball kläglich (31.). In anderen Szenen verstolperte ihm der Ball oder fiel der 27-Jährige durch Eigensinn auf, der Nichts einbrachte.

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Zur WM 2022 in Katar hatte Werner noch verletzt gefehlt. Bei seiner DFB-Rückkehr gegen Peru konnte er sich nicht dauerhaft für einen Stammplatz empfehlen.

Gut möglich, dass er am Dienstag gegen Belgien (Anstoß: 20.45 Uhr) auf die Bank muss, weil Flick gegen die Belgier die Defensive stärkt.

Titelfoto: Bildmontage: DPA / Arne Dedert

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