Uli Hoeneß möchte diesen Ex-Weltmeister beim DFB sehen
Von Christian Kunz
München - Uli Hoeneß (74) würde eine Aufgabe von Ex-Weltmeister Per Mertesacker (41) im deutschen Fußball sehr begrüßen. "Er hat als ehemaliger Profi große internationale Erfahrung. Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München der "Bild".
"Und: Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen", nannte Hoeneß weitere Gründe, die nach seiner Ansicht für den früheren Innenverteidiger vom FC Arsenal sprechen.
"Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt."
ZDF-Experte Mertesacker hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass er für eine Aufgabe beim Deutschen Fußball-Bund bereit wäre.
"Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich", sagte der 41-Jährige, der nach der Profi-Laufbahn die Nachwuchsakademie der Londoner leitete.
"Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung." Sein größter sportlicher Erfolg war der Gewinn des WM-Titels im Jahr 2014.
Uli Hoeneß über Per Mertesacker: "Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch"
"Alles, was Per Mertesacker im Fernsehen sagt, hat Hand und Fuß. Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch", sagte Hoeneß.
"Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können - und genau das ist es, was wir jetzt brauchen." Sondierungsgespräche mit Mertesacker soll es dem Vernehmen nach schon gegeben haben.
Nach dem dritten frühen Aus einer Fußball-Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft soll Jürgen Klopp (59) als neuer Bundestrainer das Team wieder auf Kurs bringen.
Der frühere Liverpool- und Dortmund-Trainer und der DFB haben sich bereits klar für ein künftiges Miteinander positioniert, es stehen aber noch Verhandlungen an.
Außer beim Bundestrainer-Posten werden weitere personelle Änderungen erwartet.
Für Sportgeschäftsführer Andreas Rettig (63), der den DFB zum Jahresende verlässt, muss ein Nachfolger gefunden werden.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/POOL/AFP

