Erster Erfolg für Bundesliga-Proteste: Möglicher Investor zieht sich zurück!

Berlin - Die Investoren-Proteste in der 1. und 2. Bundesliga zeigen Wirkung! Nur noch die Beteiligungsgesellschaft CVC ist übrig. Finanzinvestor Blackstone zieht sich aus dem Bieten um die Medienrechte der Fußball-Bundesliga zurück.

Im Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin protestierten die Fans des VfL Wolfsburg explizit gegen Blackstone als Investor der DFL-Medienrechte.
Im Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin protestierten die Fans des VfL Wolfsburg explizit gegen Blackstone als Investor der DFL-Medienrechte.  © IMAGO / Sports Press Photo

Der US-Finanzinvestor Blackstone zieht sich aus dem Bieterprozess für die Medienrechte der Fußball-Bundesliga zurück. Einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am späten Dienstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

"Aus verschiedenen Gründen" komme das Unternehmen Blackstone "nicht mehr als strategischer Vermarktungspartner der Bundesliga und 2. Bundesliga infrage", hieß es in einem DFL-Statement.

Der DFL und den Klubs sei stets bewusst gewesen, "dass durch die im Dezember verabschiedeten Eckpunkte und roten Linien hohe Anforderungen an mögliche Partner gestellt werden", hieß es in der Mitteilung weiter.

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Angesichts des laufenden Prozesses werde jedoch "nicht auf Details" eingegangen. Es habe "gute Gespräche" gegeben.

Auch in der 2. Bundesliga (hier zwischen Eintracht Braunschweig und dem Karlsruher SC) wurde gegen den Investoren-Einstieg protestiert.
Auch in der 2. Bundesliga (hier zwischen Eintracht Braunschweig und dem Karlsruher SC) wurde gegen den Investoren-Einstieg protestiert.  © Swen Pförtner/dpa

Fan-Proteste haben Einfluss auf Rückzug von Blackstone

Ein erster Erfolg für die Protestierenden: Zumindest der erste der beiden Kandidaten CVC und Blackstone hat kein Interesse mehr an den Medienrechten der DFL.
Ein erster Erfolg für die Protestierenden: Zumindest der erste der beiden Kandidaten CVC und Blackstone hat kein Interesse mehr an den Medienrechten der DFL.  © Daniel Karmann/dpa

Die DFL bestätigte zudem, dass nur noch die Beteiligungsgesellschaft CVC als letzter Anwärter auf eine prozentuale Beteiligung an einer Tochtergesellschaft zur Verwertung der Medienrechte bereitstehe.

"Der weitere Prozess wird im vorgesehenen Zeitplan mit CVC fortgeführt", hieß es. Für die Beteiligung an den TV-Erlösen hofft die DFL auf die Zahlung von einer Milliarde Euro durch einen Finanzinvestor.

Bloomberg hatte zuvor berichtet, Blackstone gebe das Vorhaben eines Einstiegs auch auf, weil befürchtet wird, dass sich das Verfahren durch das Zögern einiger Klubs noch zu lange hinzieht.

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Auch die anhaltenden Proteste der Fans sollen einen Einfluss darauf haben, dass Blackstone sich zurückzieht.

Der Vertrag mit dem strategischen Vermarktungspartner soll vor der Ausschreibung der nationalen TV-Rechte abgeschlossen sein. Die Auktion dafür ist für Mitte April geplant. Die DFL hatte zuletzt die Zahl der Bewerber peu à peu auf zwei Unternehmen reduziert, jetzt ist nur noch eines davon übrig.

Seit Monaten protestieren die aktiven Fanszenen gegen die Pläne der DFL. Bei einer Abstimmung der 36 Profiklubs im vergangenen Dezember war die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit nur knapp zustande gekommen.

Titelfoto: IMAGO / Sports Press Photo

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