Ein schlafender Riese ist erwacht: Stuttgarter Kickers zurück in der Regionalliga!

Stuttgart - Lange Zeit mussten die treuen Kickers-Fans auf diesen Moment warten! Die Stuttgarter Kickers sind drei Spieltage vor Schluss vorzeitig in die vierte Liga aufgestiegen. Verantwortliche und ehemalige Vereinslegenden melden sich zu Wort.

Die Stuttgarter Kickers erlebten eine sportlich sehr erfolgreiche Saison. Neben dem Regionalliga-Aufstieg wurde mit Greuther Fürth sogar ein Zweitligist im DFB-Pokal eliminiert.
Die Stuttgarter Kickers erlebten eine sportlich sehr erfolgreiche Saison. Neben dem Regionalliga-Aufstieg wurde mit Greuther Fürth sogar ein Zweitligist im DFB-Pokal eliminiert.  © Bernd Weißbrod/dpa

Seit der Spielzeit 2018/19 spielten die Kickers in der fünftklassigen Oberliga Baden-Württemberg und waren dort seither auf zahlreichen Dorfsportplätzen im Ländle sowie im Badischen zu Gast.

Doch damit ist nun Schluss, denn der Traditionsklub aus dem Stuttgarter Süden hat am gestrigen Samstag den so lang ersehnten Meistertitel mit einem 0:0 klargemacht - und dies ausgerechnet beim verhassten Rivalen SSV Reutlingen.

Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" ist die Euphorie rund um die "Blauen" riesengroß. So blieb die gute Kunde vom gestrigen Tag auch Fußballgrößen und Ex-Kickers Spieler wie Fredi Bobic (51) oder SC Freiburg-Trainer Christian Streich (57) nicht verborgen - Reaktionen erfolgten umgehend.

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"Endlich haben sie es geschafft! Es ist wirklich Zeit geworden, dass die Kickers aus der Oberliga raus sind. Jetzt sollen sie zwei Tage richtig feiern, dann aber wieder hart weiterarbeiten und den Blick nach vorne richten. Den eingeschlagenen Weg, mit regionalem Zuschnitt, sollten die Kickers unbedingt Schritt für Schritt weitergehen, dann können sie irgendwann auch mal wieder mehr sein, als nur die sympathische Alternative zum VfB", freut sich der ehemalige Nationalspieler Bobic mit seinem alten Verein.

Die bevorstehenden Derbys gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart sind bereits jetzt Thema bei den "Blauen".

Stuttgarter Kickers: In der Regionalliga warten viele Traditionsklubs

Kickers-Cheftrainer Mustafa Ünal zeigt die Richtung an: Von nun an werden die Aufgaben größer und die Gegner klangvoller.
Kickers-Cheftrainer Mustafa Ünal zeigt die Richtung an: Von nun an werden die Aufgaben größer und die Gegner klangvoller.  © Tom Weller/dpa

Der Aufstieg der Kickers hat auch in Kult-Trainer Christian Streich große Emotionen und alte Erinnerungen geweckt.

"Ich gratuliere von Herzen zum Aufstieg! Ich schaue immer mal, wie es bei den Kickers aussieht und bin froh, dass es jetzt wieder von ein bisschen weiter unten weiter hoch geht. Alles Gute nach Degerloch. Und nächstes Jahr eine tolle Saison in der Regionalliga", sendet Streich, der zwischen 1985 und 1987 als Jungspund seine Schuhe für die "Blauen" geschnürt hatte, beste Wünsche.

Dass der Sprung von der fünften in die vierte Liga ein Großer ist, dürfte im Kickers-Lager angekommen sein. Mit den Kickers Offenbach, dem SSV Ulm (der allerdings selbst vor dem Aufstieg in die dritte Liga steht) oder der Reserve der TSG Hoffenheim weht in der Regionalliga Südwest ein anderer Wind.

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Für Präsident Rainer Lorz (60) ist der Aufstieg ohnehin eine Herzensangelegenheit.

"Ich bin ein stiller Genießer, schließlich haben wir nicht die Champions League gewonnen, aber der Aufstieg ist irrsinnig wichtig für den Verein", weiß der Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre und Recht die Lage vernünftig einzuschätzen.

Wenn die Kickers in der Regionalliga so auftreten wie sie feiern, kann ja nichts mehr schiefgehen ...

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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