Letztes EM-Spiel in Frankfurt: Alarm in Mannschafts-Hotel

Frankfurt am Main - Das Achtelfinalspiel Portugal-Slowenien am gestrigen Montag war die letzte Partie in Frankfurt am Main im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft - und sie lief nicht ohne Zwischenfälle ab, auch wenn die Polizei insgesamt eine eher positive Bilanz zieht.

Während dem EM-Achtelfinalspiel Portugal-Slowenien in Frankfurt am Main zündeten slowenische Fans verbotene Pyrotechnik.
Während dem EM-Achtelfinalspiel Portugal-Slowenien in Frankfurt am Main zündeten slowenische Fans verbotene Pyrotechnik.  © Torsten Silz/dpa

Am Montagnachmittag kam es zunächst zu einem Alarm in dem Frankfurter Hotel, welches von der portugiesischen Nationalmannschaft bezogen worden war.

Gegen 15.30 Uhr wurde dort ein "verdächtiger Geruch wahrgenommen", wie das Polizeipräsidium Frankfurt in der Nacht zum heutigen Dienstag mitteilte.

Umgehend rückten Feuerwehrkräfte aus und überprüften das Hotel. Danach konnten die Spezialisten Entwarnung geben: Es stellte sich heraus, dass "es sich hierbei um Abluft aus der Kanalisation handelte und zu keiner Zeit eine Gefahr für Hotelgäste und außenstehende Unbeteiligte bestand", wie ein Sprecher erklärte.

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Etwas später belagerten dann rund 500 portugiesische Fans das Hotel, um die Spieler zu sehen. Dabei mussten einige der Fans "vermutlich aufgrund von Kreislaufproblemen" vom Rettungsdienst versorgt werden.

Pyrotechnik bei "Fan Walk" und im Frankfurter Fußballstadion

Bejubelt von zahlreichen Fans fuhr der Bus der portugiesischen Nationalmannschaft zum Frankfurter Stadion.
Bejubelt von zahlreichen Fans fuhr der Bus der portugiesischen Nationalmannschaft zum Frankfurter Stadion.  © Torsten Silz/dpa

Vor Spielbeginn versammelten sich zahlreiche Fans beider Mannschaften in der Mainmetropole. Auf dem Opernplatz in der City kamen laut Polizei rund 2500 portugiesische Anhänger zusammen, um von dort mit einem "Fan Walk" zum Hauptbahnhof zu laufen. Dieser sei "bis auf das vereinzelte Zünden von Pyrotechnik" friedlich verlaufen.

Circa 1000 slowenische Fans trafen sich bei der Fanzone am Mainufer. Weitere rund 1500 Anhänger der slowenischen Nationalmannschaft kamen auf dem Römerberg zusammen. Etwa 500 von ihnen seien dann in geschlossener Formation zum Hauptbahnhof gezogen.

"Die Polizei begleitete beide Fan-Märsche, wobei es aufgrund von Sperrmaßnahmen kurzzeitig zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kam", ergänzte der Sprecher.

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Auch während des Achtelfinalspiels wurde in dem Frankfurter Stadion von einzelnen Fans Pyrotechnik gezündet. Die Polizei verwies dabei insbesondere auf portugiesische Anhänger, Bilder aus dem "Deutsche Bank Park" zeigen aber, dass auch slowenische Fans Feuerwerkskörper entzündeten.

"Die Abreise der Fans aus der ausverkauften Frankfurter Arena verlief störungsfrei", betonte die Polizei noch, die insgesamt von einem friedlichen Verlauf des gestrigen Fußball-Abends in Frankfurt sprach.

Titelfoto: Torsten Silz/dpa

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