Spanien-Zoff um Kapitän eskaliert: Jetzt spricht seine Ehefrau!

Deutschland/Spanien - Die Fehde zwischen Spanien-Kapitän Álvaro Morata (31) und der Presse seines Heimatlandes spitzt sich kurz vor dem Halbfinale der Europameisterschaft 2024 immer weiter zu. Nun hat sich sogar die Ehefrau des gescholtenen Torjägers zu Wort gemeldet.

Álvaro Morata (31) und Alice Campello-Morata (29) sind schon seit über acht Jahren zusammen und haben vier Kinder.
Álvaro Morata (31) und Alice Campello-Morata (29) sind schon seit über acht Jahren zusammen und haben vier Kinder.  © Screenshot/Instagram/alicecampello

"Ich hasse es, das Opfer zu spielen und noch mehr Diskussionen anzuheizen, aber das kommt mir überhaupt nicht mehr normal vor", schrieb Alice Campello-Morata (29) in ihrer Instagram-Story.

Zuvor hatte der Goalgetter des Deutschland-Bezwingers im Interview mit El Mundo den mangelnden Respekt in seiner Heimat ihm gegenüber kritisiert und dabei auch gegen die eigenen Fans gewettert.

Das spanische Newsportal El Confidencial veröffentlichte daraufhin einen Artikel mit dem Titel: "Morata - Ein Kapitän, für den sich Spanien nicht nur wegen seiner schlechten Leistungen schämen muss".

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In dem Beitrag wird dem 31-Jährigen Unreife vorgeworfen, zudem bezeichnet Autor Ulises Sánchez-Flor ihn als "Heulsuse".

Der Partnerin des Stürmers von Átletico Madrid ging die niederschmetternde Schimpftirade gegen den Spielführer der Furia Roja deutlich zu weit, zu einem Screenshot des Artikels monierte sie, wie man als "studierter Journalist einen Tag vor dem Halbfinale eine solche Schlagzeile schreiben kann".

"Es wundert mich, dass Sie, anstatt einen Spieler zu ermutigen, sich dem Versuch widmen, ihn zu vernichten", so die 29-Jährige weiter.

Ehefrau von Álvaro Morata fordert Respekt für den spanischen Kapitän

Álvaro Morata (r.) kegelte Toni Kroos (34) und Deutschland aus dem Turnier, muss sich in seiner Heimat aber trotzdem viel Häme gefallen lassen.
Álvaro Morata (r.) kegelte Toni Kroos (34) und Deutschland aus dem Turnier, muss sich in seiner Heimat aber trotzdem viel Häme gefallen lassen.  © KIRILL KUDRYAVTSEV / AFP

Darüber hinaus erklärte Campello-Morata, dass natürlich jeder seine Meinung sagen dürfe, aber wenn man als Medienvertreter die Macht besitzt, junge Menschen in ihren Gedanken zu beeinflussen, müsse man verantwortungsbewusst damit umgehen.

"Wir sollten bessere Menschen sein und solche Dinge nicht normalisieren. Egal, ob es sich um Álvaro handelt oder eine andere Person", mahnte die Gattin des 78-fachen Nationalkickers.

Unter den gemeinen Worten würden nämlich nicht nur die Profis selbst leiden: "Diese Spieler haben eine Mutter, einen Vater, eine Frau und Kinder, die diese Schandtaten lesen müssen", so die Ehefrau in einem weiteren Beitrag. "Es ist vielleicht Geschmacksache, aber wir müssen respektieren, wenn wir respektiert werden wollen."

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Bei der laufenden EM stand Morata in allen fünf Partien für die Spanier auf dem Rasen und erzielte im Auftaktmatch gegen Kroatien einen Treffer. Auch im Halbfinale gegen Frankreich am heutigen Dienstagabend (21 Uhr) wird er die Truppe höchstwahrscheinlich als Kapitän aufs Feld führen.

Im Zuge der negativen Berichterstattung liebäugelt er nach dem Turnier allerdings nicht nur mit einem Rücktritt aus der Nationalelf, wie er im El-Mundo-Interview andeutete, außerdem soll er kurz vor einem Wechsel ins Ausland zu AC Mailand stehen.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/alicecampello, Kirill KUDRYAVTSEV / AFP

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