Bayern-Star Pavard in WM-Krise: Streitobjekt wider Willen!

Al-Rajjan (Katar) - Es schien alles bereitet für ein tolles Turnier für Abwehrspieler Benjamin Pavard (26) vom FC Bayern München mit Frankreich. Doch bislang lief für ihn persönlich bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar alles schief.

Abwehrspieler Benjamin Pavard (26) vom FC Bayern München kämpft aktuell mit der Nationalmannschaft Frankreichs um den WM-Titel.
Abwehrspieler Benjamin Pavard (26) vom FC Bayern München kämpft aktuell mit der Nationalmannschaft Frankreichs um den WM-Titel.  © Tom Weller/dpa

Zur Endrunde ist der 26-Jährige noch mit einem guten Gefühl aufgebrochen. Beim Titelgewinn 2018 mit Frankreich hatte der Defensivakteur ein starkes Turnier gespielt, schien als Rechtsverteidiger gesetzt und Katar war auch ein sehr gutes Omen für ihn.

Im Januar 2021 schoss er im Finale der Klub-WM das einzige Tor zum Finalsieg des FC Bayern gegen die mexikanische Mannschaft Tigres UANL.

Zwei Wochen nach Start sieht aber alles anders aus. In den letzten Gruppenspielen wurden ihm gelernte Innenverteidiger rechts hinten vorgezogen.

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Frankreich-Trainer Didier Deschamps (54) kritisierte ihn öffentlich mit ungewohnt harschen Worten, indem er sagte, seine schwache Leistung beim 4:1 gegen Australien zum Auftakt des Turniers in Katar habe ihm "mental wie körperlich nicht gutgetan".

Und im Team ist der 26-Jährige - glaubt man der für gewöhnlich gut informierten L'Equipe - zum Streitobjekt geworden.

Bedroht Benjamin Pavard vom FC Bayern München den Team-Frieden Frankreichs?

Die Leistung von Benjamin Pavard (26, r.) gegen Australien wurde von Frankreich-Trainer Didier Deschamps (54) mit deutlichen Worten kritisiert.
Die Leistung von Benjamin Pavard (26, r.) gegen Australien wurde von Frankreich-Trainer Didier Deschamps (54) mit deutlichen Worten kritisiert.  © Tom Weller/dpa

Während sich Spieler wie der gegen Australien vor ihm spielende Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé (25) angeblich bei Deschamps beschwert haben sollen, springen demnach ihm Führungsspieler und langjährige Freunde wie Kapitän Hugo Lloris (35) oder Sturm-Routinier Olivier Giroud (36) zur Seite.

Wenn dies stimmt, bedroht Pavard den Team-Frieden - ohne dabei aktiv etwas dafür zu können.

Die Franzosen hoffen, dass das Turnier im Emirat für sie noch lange weiter geht und nicht mit dem Achtelfinale am heutigen Sonntag (16 Uhr MEZ/ZDF und Magenta TV) gegen Polen endet. Somit könnte in Katar noch viel passieren. In alle Richtungen.

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Nach dem 0:1 in der Gruppe gegen Tunesien, als nicht mal in einem B-Team für Pavard Platz war, sagte sein langjähriger Förderer Deschamps aber, er sei "nicht im richtigen Zustand zu spielen".

Das klingt nicht nach einem baldigen Einsatz. Doch die L'Equipe erinnert an einen Song, den die französischen Fans ihm einst gewidmet haben. "Benjamin Pavard, il sort de nulle part ..." heißt dieser Pavard "kommt demnach aus dem Nichts".

Und vielleicht erlebt er in Katar ja doch ein zweites Happy End in knapp zwei Jahren.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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