Besondere WM-Vereinigung im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund

Dortmund - Die vier Spielbälle der erfolgreichen WM-Finalpartien 1954, 1974, 1990 und 2014 sind nun im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund vereint und werden dort ab Dienstag ausgestellt.

Die vier Spiel-Bälle der erfolgreichen Fußball-Weltmeisterschaften 1954, 1974, 1990, 2014 (l-r) werden im Deutschen Fußball-Museum erstmals gezeigt.
Die vier Spiel-Bälle der erfolgreichen Fußball-Weltmeisterschaften 1954, 1974, 1990, 2014 (l-r) werden im Deutschen Fußball-Museum erstmals gezeigt.  © Stephan Schütze/Deutsches Fußball-Museum/dpa

"Die WM-Finalbälle sind wie Mitglieder einer Familie aus vier Generationen. Diese vier Kronjuwelen der deutschen Fußballgeschichte erstmals unter dem Dach des Deutschen Fußball-Museums vereint zu haben, ist ein gutes Gefühl", erklärte Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußball-Museums, am Sonntag.

Dazugekommen sind laut Museum die Bälle der Endspiele von 1974, das Deutschland 2:1 in München gegen die Niederlande gewann, und von 1990, als die DFB-Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer in Rom 1:0 gegen Argentinien triumphierte.

Laut der Mitteilung habe das Fußball-Museum insgesamt drei Jahre nach den WM-Bällen recherchiert.

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Der Final-Ball der WM 1974 in Deutschland (Telstar Durlast) war demnach noch im Besitz der Familie des englischen Endspiel-Schiedsrichters Jack Taylor, der im Juli 2012 gestorben ist.

Weite Wege für die WM-Bälle

Einen wesentlich weiteren Weg machte der Ball des Finales von Rom 1990 (Etrusco Unico), der erste vollständig wasserabweisende Ball.

Dieser sei "nach vielen Gesprächen" und langer Überzeugungsarbeit im Mai 2022 in Miami von Edgardo Codesal ans Fußball-Museum übergeben worden.

Der Referee des Finales, der nach seiner Karriere weiter als Facharzt für Gynäkologie arbeitete, habe diesen Ball laut Mitteilung nebst anderer Devotionalien 30 Jahre lang in seiner Arztpraxis in Mexiko-Stadt aufbewahrt. Nach dem Finale habe der Arzt mit pinkem Marker die Aufschrift "Alemania 1 - Argentina 0" verewigt.

Titelfoto: Stephan Schütze/Deutsches Fußball-Museum/dpa

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